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Umland Weinkellerei Jan Ulrich räumt belasteten Wein ein
Region Umland Weinkellerei Jan Ulrich räumt belasteten Wein ein
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15:52 22.03.2017
Winzer Jan Ulrich
Winzer Jan Ulrich Quelle: Lars Müller
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Diesbar-Seußlitz.

In einem Wein der Weinkellerei Jan Ulrich ist Anfang Februar ein Rückstand eines im Weinbau nicht erlaubten Pflanzenschutzmittels gefunden worden. Am Freitag will der Weinbaubetrieb Details vor Journalisten nennen. Nach Recherchen der DNN soll es sich um einen Wein der Rebsorte Kerner handeln, der aus zugeliefertem Lesegut von Traubenerzeugern gekeltert wurde. Das Verbraucherschutzministerium hat - ohne den Betrieb zu nennen - bestätigt, dass bei der Landesuntersuchungsanstalt in einem sächsischen Wein Spuren des Fungizids Dimoxystrobin gefunden wurden. Dieses Mittel ist in Raps und Getreide zugelassen, nicht aber im Weinbau. Der neuerliche Fund hatte zu Verstimmung zwischen den Behörden geführt, weil die Lebensmittelüberwachung des Landkreises Meißen beispielsweise erst durch eine Presseanfrage davon erfahren hatte. Inzwischen untersucht das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, wie es zu der Verunreinigung kommen konnte. Dabei muss geklärt werden, ob das Mittel von Äckern abgedriftet ist oder fahrlässig oder versehentlich von den Traubenerzeuger eingesetzt wurde. Der Wein ist nicht im Umlauf. Die Weinkellerei wollte sich auf Anfrage anfangs nicht öffentlich zum Fund äußern. Bereits im vergangenen Jahr hat das Unternehmen Weine entsorgt, weil sie Rückstände unerlaubter Pflanzenschutzmittel aufgewiesen hatten.

Von Lars Müller

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