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Umland Weinböhla bekommt ein privates Gymnasium
Region Umland Weinböhla bekommt ein privates Gymnasium
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17:11 24.05.2019
Symbolbild. Quelle: dpa
Weinböhla/Meißen

In die Schullandschaft nordwestlich von Dresden kommt Bewegung. Ein neues Gymnasium ist Planung, aber nicht wie vor einem Jahr im Meißner OB-Wahlkampf ins Gespräch gebracht in der Domstadt, sondern in der Nachbargemeinde Weinböhla. Die einwohnerstärkste Gemeinde im Landkreis Meißen versteht sich bereits seit langem als Bildungsort. „Die Gemeinde bemühte sich vor diesem Hintergrund, die vorhandene Schullandschaft auszudifferenzieren. In den Bildungsangeboten unseres Ortes fehlt bisher ein Gymnasium“, teilte Bürgermeister Siegfried Zenker (CDU) mit.

Dieses Manko kann er nun Mithilfe eines privaten Schulträgers abstellen. Die Dr. P. Rahn & Partner gemeinnützige Schulgesellschaft, auch Rahn Education genannt, möchte Kinder ab der fünften Klasse bis zum Abitur führen. Der freie Träger kann auf eine fast 30-jährige Tradition im allgemeinbildenden Schulbereich zurückblicken. So begann er seine Tätigkeit 1990 in Leipzig; heute lernen auf dem Campus im Graphischen Viertel der Messestadt rund 1600 Kinder und Jugendliche. „Rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten an insgesamt 35 Bildungseinrichtungen im In- und Ausland die pädagogische Betreuung, die schulische Bildung sowie die berufliche Aus- und Fortbildung von etwa 6000 Lernenden pro Jahr“, teilte die freie Schulgesellschaft mit. In Weinböhla ist nun das vierte Gymnasium der Rahn Education in Deutschland geplant.

Als Standort hat die Gemeinde eine Fläche oberhalb der Bahnbrücke an der Köhlerstraße erkoren. Sie kauft für rund eine halbe Million Euro mehrere Grundstücke und stellt sie der Privatschule mittels Erbbaurecht zur Verfügung. An den Baukosten selbst wird sie sich nicht beteiligen.

Rahn Education möchte ein Schulgebäude für rund 420 Schüler plus Turnhalle bauen. Das private Gymnasium soll zweizügig sein. Die künftigen Schüler werden zwischen einem sportlichen und einem neusprachlichen Profil wählen können. Derzeit laufen die Planungen auf Hochtouren. „Wenn alle technischen Genehmigungen und bautechnischen Voraussetzungen rechtzeitig erfüllt werden können, ist die Eröffnung für das Schuljahr 2020/2021 geplant, spätestens jedoch zum Schuljahr 2021/22“, informierte Rahn Education. Dabei ist kein sofortiger Vollausbau vorgesehen, sondern ein langsames Wachstum, so dass die Eröffnung mit maximal zwei 5. Klassen erfolgen könnte. Durch die Aufnahme von jährlich zwei neuen Klassen soll die Schule wachsen. Da es sich um eine Privatschule handelt, wird ein Schulgeld erhoben, was in Weinböhla bei rund 150 Euro im Monat liegen soll.

Die neue Sporthalle bringt einen positiven Nebeneffekt. Außerhalb der Schulzeit können diese auch Vereine nutzen. Eine weitere Turnhalle werde dringend benötigt, so Zenker.

Derweil rückt in der Nachbarstadt die Standortfrage für den Erweiterungsbau samt Turnhalle am städtischen Gymnasium Franziskaneum näher. Weil in dem auf vier Züge pro Jahrgang ausgelegten Schulkomplex bereits wie in diesem auch im kommenden Schuljahr sechs Eingangsklassen aufgenommen werden und die aktuelle Schülerzahlprognose für die kommenden Jahre Beschulungsmöglichkeiten im Umfang von sechs Zügen erfordert, müssen mehr Räume her. Vier Varianten für eine Erweiterung und Bau einer Dreifeldsporthalle stehen zur Auswahl. Der Anbau samt Turnhalle kommt entweder auf den benachbarten Ratsweinberg oder wird an das Gebäude „Weinbergschule“ an der Ludwig-Richter- Straße angedockt. Die dritte Option wäre ein Neubau auf einem in der Nähe liegenden Grundstück. Und als vierte Möglichkeit steht eine Mischung aus Anbau und Neubau, und zwar über einen Wissenschaftwürfel mit Fachkabinetten an der Weinbergschule plus eines abgespeckten Neubaus in der Nachbarschaft zur Diskussion. Die Schulkonferenz soll im Laufe der kommenden Woche ihr Votum abgeben, eine Entscheidung im Stadtrat ist für den 5. Juni geplant.

Von Silvio Kuhnert

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