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Umland Was treiben die Clowns am Felsen?
Region Umland Was treiben die Clowns am Felsen?
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09:47 12.08.2019
Silas Flöter klettert – als Clown verkleidet. Sein kostümierter Freund André Lüdtke sichert ihn. Quelle: Mike Jäger
Rathen

Im Rathener Klettergebiet bleibt ein Wanderer fassungslos unter dem Gipfel Höllenhund stehen. Rudolf Fehrmann, der Erstersteiger, hatte 1905 den Felsen wegen seiner drei Gipfelköpfe nach dem dreiköpfigen Höllenhund Zerberus in der griechischen Mythologie benannt. Doch mehr als von der majestätisch aufragender 80 Meter hohen Talseite des Kletterfelsen ist der Wandersmann verblüfft von zwei jungen Burschen, die sich für einen Aufstieg auf den Turm bereit machen.

Motivationssteigerung durch Zettelwege

Seile, Schlingen und Kletterkarabiner liegen bereit – sowie Clownskostüme mit zwei grell farbigen, lila und roten Perücken. „Ist Fasching?“, fragt der Wanderer. Nein, weder Fasching noch der 11.11. ist heute. Und auch keine Zirkusvorstellung. Die Kletterer Silas Flöter und André Lüdtke kostümieren sich wegen einer Art Wetteinlösung.

Bei manchen Bergsteigergruppen ist es Brauch, sogenannte Zettelwege festzulegen. Die Kletterfreunde bestimmen Routen, die einerseits aufgrund ihrer Schönheit und guten Sicherungen Empfehlungen sind, andererseits aber trotzdem fordernd. Die Wege sollen für den Kletterer Ansporn und Motivation sein, sich übers Jahr zu steigern und an schwierigere Anstiege zu wagen. Wer es nicht schafft, die Wege auf der Liste zu durchsteigen, muss später eine Art „Strafe“ ableisten.

Die Kletterfreunde, zu denen Silas und André gehören, legten fest, dass im Kostüm, an den Felsen direkt von der frequentierten Basteibrücke aus, geklettert werden muss und sich die säumigen Kletterer so dem Gespött und den Kommentaren der vielen Touristen aussetzen. Eine wahre Strafe, die gar nicht nach dem Geschmack von Bergsteigern ist, die Ruhe und Beschaulichkeit schätzen. Als lästig beschreibt schon Rudolf Fehrmann das Klettern am Basteiweg in seinem Kletterführer aus dem Jahre 1908.

„Den Spaß wollten wir machen“

Silas hat seine sechs geforderten Kletterwege so gut wie in der Tasche. Die „Violette Verschneidung“ am Höllenhund, das heutige Kletterziel mit dem Schwierigkeitsgrad VIIIa, stellt für ihn kein Problem dar. Also kommt er um das Klettern an der Bastei herum.

André hatte die Idee, trotzdem als Clowns verkleidet auf den Höllenhundgipfel zu klettern. „Den Spaß wollten wir machen“, beschreibt er die etwas skurrile Situation. Lachend steigt Silas die Verschneidung empor, die wegen ihrer violetten Felsfärbung ihren Namen bekam. André sichert seinen Freund. Gemeinsam erklimmen die Clowns den Gipfel.

Von Mike Jäger

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