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Umland Gute Aussicht von Kaiserkrone und Zirkelstein
Region Umland Gute Aussicht von Kaiserkrone und Zirkelstein
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07:49 16.03.2019
Den schönsten Blick auf Zirkelstein und Kaiserkrone gewährt die Kipphornaussicht am Großen Winterberg. Quelle: Heinz Strohbach
Schöna

Durch ihre markanten Formen zählen Kaiserkrone und Zirkelstein zu den interessantesten Felsgestalten der Sächsischen Schweiz. Während der Zirkelstein wegen seiner markanten Gestalt seinen Namen schon Jahrhunderte trägt, prägte sich „Kaiserkrone“ für das anliegende Massiv erst allmählich heraus.

In dem ersten schon 1794 erschienen Reiseführer von Engelhard und Veith „Mahlerische Wanderungen durch Sachsen“ heißt es noch: „Nicht weit hinter dem Dorf (Reinhardsdorf, d. V.) erheben sich zwei sonderbar gestaltete Steinmassen, rechts der Zirkelstein, gleich einem ungeheuren Wartthurme, der nur allenfalls durch Leitern erstiegen werden kann, und der „Golzenstein“, ein aus drei getheilten Massen gebildeter Felsen.“ Golzenstein kommt aus dem Slawischen und bedeutet „Kahler Stein“. Doch 1804 schreibt Götzinger in seinem Reiseführer: „Besteige man zuerst den sich nahe am Dorfe aus der Ebene auf einem Sandberge heraushebenden Kahlstein (es fehlte jeglicher Baumwuchs auf dem Gipfel, d.V.), …welche ihn in einer gewissen Richtung einer alten Krone mit drei Spitzen vollkommen ähnlich machen.“ 1835 hat sich dann über „Königskrone“ die Bezeichnung Kaiserkrone durchgesetzt.

Wir beginnen unsere Wanderung am Parkplatz (Bushaltestelle) in Reinhardsdorf. Auf der Straße geht es Richtung Waldrand. Dabei treffen wir auf die rote Punkt Markierung die vom Wolfsberg kommt. Mit ihr laufen wir in den Ziegengrund hinunter. Immer mit rot geht es zunächst ein Stück am Riesenflüsschen entlang und dann auf Nebenstraßen durch Schöna direkt zum Aufstieg an der Kaiserkrone.

Blick auf die Schrammsteine und den Großen Winterberg

An dieser Stelle sei erwähnt, dass Wanderer diese Tour auch vom Bahnhof Schmilka-Hirschmühle aus beginnen können. Der Aufstieg erfolgt ebenfalls mit dem roten Punkt bis zu dieser Stelle. Ein Stufenweg führt nach oben. Dabei wird deutlich, dass dieser ehemalige Tafelberg von den Verwitterungskräften besonders stark angegriffen wurde.

Tatsächlich können wir drei Felszacken auf dem 351 Meter hohen Rest dieses ehemaligen Tafelberges erklimmen. Die beiden hinteren gestatten einen schönen Blick auf die Schrammsteine und den Großen Winterberg. Nordwestlich werden in der Ebenheit Wolfsberg und Papststein sichtbar. Dahinter grüßen Königs- und Lilienstein. Die beim Aufstieg rechts liegende Aussicht gestattet einen Blick auf unser nächstes Ziel, den Zirkelstein. Aufmerksame Beobachter werden rechts am Aufstiegsfelsen die Konturen eines steinernen Raubtieres entdecken. Nach ausgiebiger Gipfelrast steigen wir wieder ab.

Am Fuß geht es in den Ort und dann auf Nebenstraßen zum mit dem gelben Strich markierten Zirkelsteinweg. Am Waldrand steigen wir auf die den Felsen umgebende mächtige Verwitterungshalde. Am Massiv beginnt der Leiteraufstieg, der später am Felsband entlang und schließlich in einer Spalte auf den 385 Meter hohen luftigen Gipfel führt, Schwindelfreiheit sei vorausgesetzt! Vorsicht mit Kindern!

Ausblick auf die Berge des Kreibitzer Gebietes

Ein erster Aufstiegsweg wurde 1842 gebaut. Bis 1897 bewirtete hier oben in einem kleinen Rindenhäuschen die betagte Zirkelmutter ihre Gäste. Eine bezaubernde Rundsicht belohnt die Mühe des Aufstieges mehrfach. Zu den Sichtbezirken der Kaiserkrone öffnen sich jetzt noch weite Gebiete der Böhmischen Schweiz, wie Rosen- und Kaltenberg. Bei guter Sicht tauchen auch Berge des Kreibitzer Gebietes auf, wie Kleis (Klic) und Tanneberg (Jedlova Hora). Auch Berge der Lausitz sind auszumachen. Südwestlich liegen die Zschirnsteine und das höchste Sandsteinmassiv, der Hohe Schneeberg.

Der Abstiegsweg führt nach Schöna zurück. Je nachdem, wo wir unsere Wanderung begonnen haben, laufen wir entweder mit dem roten Punkt nach Reinhardsdorf zurück oder wir nutzen denselben an der Kaiserkrone vorbei wieder zum Bahnhof Schmilka-Hirschmühle hinunter.

Als Wanderkarte sei empfohlen „Hintere Sächsische Schweiz“, Maßstab 1:15 000 von Sachsen Kartographie Dresden. Für die cirka 8 Kilometer lange Wanderung sollten wir reichlich drei Stunden einplanen. Reinhardsdorf erreichen wir mit dem Pkw oder der Buslinie 252 von Bad Schandau.

Von Heinz Strohbach

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