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Umland Von Prunk und dunklen Kapiteln: Das Jahr auf der Festung Königstein
Region Umland Von Prunk und dunklen Kapiteln: Das Jahr auf der Festung Königstein
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16:11 08.02.2019
Ein Model präsentiert ein Renaissance-Kleid, welches beim geplanten Renaissance-Fest anlässlich des 400. Jubiläums der Georgenburg zum Einsatz kommt. Quelle: dpa-Zentralbild
Königstein

Im Hinblick auf die Besucherzahlen gibt es auf der Festung Königstein allen Grund zum Feiern: Insgesamt 497 429 Menschen besuchten die Bergfestung im vergangenen Jahr – rund 21 000 mehr als noch 2017. Der Anteil der ausländischen Gäste stieg dabei erneut, auf nunmehr 30 Prozent. „Vor allem bei polnischen, tschechischen und russischen Reisegruppen ist die Festung Königstein ein beliebtes Ausflugsziel. Der Tourismusmagnet wird daher verstärkt auf Messen in Osteuropa beworben“, verriet Festungschefin Angelika Taube auf der Jahrespressekonferenz am Donnerstag.

Noch weht ein rauer Winterwind über das Festungsplateau, die Besucherzahl hält sich entsprechend in Grenzen. Doch ab dem Frühjahr rechnet Taube wieder mit regem Treiben auf dem Festungsareal und Schlangen an den Kassen. Um Gästen aus dem In- und Ausland weiterhin ein abwechslungsreiches museales Angebot zu bieten, eröffnet am 5. April die neue Sonderausstellung „Jugendwerkhof Königstein 1949 – 1955“ in der Magdalenenburg. Was viele nämlich nicht wissen: In den frühen Jahren der DDR beherbergte die Festung Königstein einen geschlossenen Jugendwerkhof. Zeitweise wurden dort rund 160 schwer erziehbare und straffällig gewordene Jugendliche zu sozialistischen Persönlichkeiten erzogen.

„Mit einer Berufsausbildung wollte man den Jugendlichen in der ’Umerziehungseinrichtung’ die Rückkehr in ein geordnetes Leben ermöglichen“, erklärte Kuratorin Maria Pretzschner. Für die Ausstellung hat sie Pionierarbeit geleistet: Erstmals wurde unter Pretzschners Leitung zu diesem dunklen Kapitel der Festungsgeschichte geforscht. Bis zum 3. November ist die Schau über den Jugendwerkhof zu erleben.

Ein weiterer Programmhöhepunkt in diesem Jahr ist das große Renaissancefest am 27. Juli: Anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Georgenburg wird ein Festumzug mit dem nachgestellten Hofstaat von 1619 organisiert. Die Darsteller sollen stilgetreu in prunkvollen Renaissance-Kleidern auftreten. „Dafür haben wir einen Aufruf in der sogenannten ’Reenactment-Szene’ gestartet: Wer mit seinem eigenen Renaissance-Kostüm teilnehmen will, darf das gerne tun“, sagte Festungsleiterin Taube. Auf dem Programmzettel für das Jubiläumsfest stehen weiterhin Musik und Tanz aus dem 17. Jahrhundert, Fechten, Schauspielerei, Kinderspiele und ein abendliches Renaissance-Feuerwerk an der Georgenburg.

Und noch eine Premiere feiert die Festung Königstein in diesem Jahr: Erstmals kooperiert die Betreibergesellschaft mit dem „1001 Märchen“- Ensemble, das die Kuppel der Yenidze Dresden und das Schloss Weesenstein bespielt. Von April bis Oktober veranstalten die Künstler sechs geheimnisvoll-musikalische Festungsrundgänge für bis zu 30 Personen. Interessierte können sich unter festung.koenigstein.ticketfritz.de dafür anmelden.

Von Junes Semmoudi

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