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Umland Unter dem Motto „Jugendträume“ feiert Radebeul das diesjährige Herbst- und Weinfest
Region Umland Unter dem Motto „Jugendträume“ feiert Radebeul das diesjährige Herbst- und Weinfest
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10:47 13.09.2019
Weinprinzessin Katrin Hecht (Mitte) stößt mit den Landesbühnen-Schauspielern Christin Rettig und Johannes Krobbach aus dem Musical „Hair“ auf dem Dorfanger Altkötzschenbroda auf ein schönes Herbst- und Weinfest an. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Wer kennt noch die Träume aus seiner Jugendzeit? Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos) beispielsweise träumte von einem „Riesenmädchenrad“. Jede Gondel verwandelte sich vor seinem geistigen Auge in eine begehrenswerte junge Frau.

Jonas Friedrich Leonhardi, der in Radebeul aufwuchs, wollte als Kind Eismann werden. Doch sein eigentlicher Traum war wohl die Schauspielerei. Bereits in jungen Jahren wirkte er beim Jugendtheater der Landbühnen Sachsen mit, spielte später auf Bühnen in Dresden und ist heute nicht nur Ensemblemitglied am Düsseldorfer Schauspielhaus, sondern auch durch zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen bekannt.

29 Bands und über 45 Konzerte

Am Freitag, dem 27. September, eröffnen beide gemeinsam mit den sächsischen Weinhoheiten das 29. Herbst- und Weinfest – Wendsche als Stadtoberhaupt und Leonhardi als Schirmherr des gleichzeitig stattfindenden XXIV. Internationalen Wandertheaterfestivals. Unter dem Motto „Jugendträume“ werden bis Sonntag, 29. September, wieder rund 50.000 Besucher auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda erwartet.

„Das Motto passt zu unserer Stadt“, meint Wendsche. Denn als das erste Herbst- und Weinfest stieg, war die Lößnitzstadt vom Altersdurchschnitt her die älteste Kommune im Landkreis. „Jetzt sind wir die jüngste“, so Wendsche.

Damit an den drei Festtagen die Lichter auf den Bühnen, wo 29 Bands aus aller Welt über 45 Konzerte geben, nicht ausgehen oder die Kühlschränke an den rund 40 Weinständen, wo Winzer und Weinbaugemeinschaften aus den Anbaugebieten Sachsen und Sachsen-Anhalt Rebensaft und Federweißer ausschenken, nicht den Geist aufgeben, hat der Rathauschef für die Verbesserung der Stromversorgung rund 79.000 Euro im Eilverfahren Mitte August bewilligt. Mit diesen Mitteln haben die Elbtalwerke die Anschlusswerte an den Verteilern auf dem Dorfanger von 270 auf 590 Kilowatt erhöht. Die dafür erforderlichen Bauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen.

„Was wäre das Fest ohne junge Leute?“

Zum Internationalen Wandertheaterfestival haben 17 Theatergruppen und Künstler ihr Kommen zugesagt und verwandeln mit Schauspiel, Clownerie, Figuren- und Tanztheater die Straßen, Wiesen und Höfe von Altkötzschenbroda in Bühnen. Mit von der Partie ist unter anderem Clown Dado aus Kanada, der Gewinner des Publikumspreises 2018. Die französische Compagnie Adhok zeigt in ihrem Tanztheaterstück „Das Nest“ die Herausforderungen junger Menschen, wenn sie das schützende Nest verlassen, sich mit weit ausgebreiteten Flügeln in das große Abenteuer Leben stürzen und sich einen Platz in der Welt erobern.

Akrobatik auf Stelzen bietet „Cie. Tac O Tac“ aus Frankreich. Zur Eröffnung des Festivals am Freitagabend beweisen Radebeuler Jugendliche in dem Stück „Ich bin so frei“ ihr schauspielerisches Können. Und die Landesbühnen präsentieren Auszüge aus dem Musical „Hair“.

„Was wäre das Fest ohne junge Leute?“, fragt der künstlerische Leiter Helmut Raeder und gibt gleich selbst die Antwort: „Es wäre weniger schön, weniger lebendig und weniger kreativ.“ Es sei ein großer Schatz, wenn jung und alt gemeinsam feiern.

Ein Jubiläum erlebt das „Labyrinth“ des Künstlers Richard von Gigantikow (Reinhard Zabka). Zum 20. Mal können Besucher die verworrenen Pfade auf der Elbwiese erkunden, bevor das hölzerne Bauwerk zum „Finale Grande“ am Sonntagabend in Flammen aufgeht.

Mehr Informationen und Tickets: www.weinfest-radebeul.de

Von Silvio Kuhnert

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