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Umland Umbau des Karl-May-Museums in Radebeul lässt noch auf sich warten
Region Umland Umbau des Karl-May-Museums in Radebeul lässt noch auf sich warten
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19:20 04.09.2019
Museumsdirektor Christian Wacker (r.) führte Minister Martin Dulig durch die Ausstellung und informierte ihn über die Umbaupläne. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Im Jahr 2022 könnte der Umbau und die Erweiterung des Karl-May-Museums in Radebeul beginnen. Einen früheren Baubeginn schätzt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) als nicht realistisch ein. Denn es seien noch einige Hausaufgaben zu machen, sagte das Stadtoberhaupt beim Besuch von Sachsens Wirtschafts- und Tourismusminister Martin Dulig (SPD) am Mittwoch in dem über 90 Jahre alten Indianermuseum. Der Minister informierte sich über den aktuellen Planungsstand.

Detailplanung läuft

Seit Ende des vergangenen Jahres steht das neue Museumskonzept. Es umfasst nicht nur wie ursprünglich geplant einen Neubau an der Ecke Meißner Straße/Schildenstraße, sondern es kommen die Sanierung und Neugestaltung sowie die barrierefreie Erschließung der beiden jetzigen Museumsgebäude Villa „Bärenfett“ und Villa „Shatterhand“ hinzu. „Wir befinden uns jetzt in der Detailplanung“, sagte Museumsdirektor Christian Wacker. Bis Ende 2020 möchten Museum, Karl-May-Stiftung und Lößnitzstadt bei der Planung die sogenannte Leistungsphase drei erreicht haben. Diese beinhaltet die Entwurfsplanung und ist Voraussetzung,um Fördermittel bei Bund und Land beantragen zu können.

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, steht bei einer Präsentation zum geplanten Neu- und Umbau des Karl-May-Museums an einem Totempfahl vor der Villa Bärenfett. Quelle: dpa-Zentralbild

Die Sicherstellung der Finanzierung ist eine der großen noch offenen Baustellen bei dem Erweiterungs- und Umbauprojekt. Es geht um rund zehn Millionen Euro. Vom Bund gab es bislang die Zusage von 2,7 Millionen Euro. Sie bezog sich aber nur auf den Neubau. Nun hat der Bund in Aussicht gestellt, dass er die Hälfte der Baukosten übernimmt. Offen ist noch, wie viel Mittel das Land dazugibt. OB Wendsche, der Mitglied des Vorstands der Karl-May-Stiftung ist, hofft, dass sich nach der Landtagswahl bald eine Regierung findet, damit diese Frage geklärt werden kann. Denn von der Höhe des Landeszuschusses hängt ab, wie viel Geld die Stadt Radebeul und die Karl-May-Stiftung aufbringen müssen.

Einladender Vorplatz geplant

Die Lößnitzstadt möchte neben dem Museumsneubau gern einen einladenden Vorplatz gestalten. Allerdings fehlt ihr noch das Grundstück dafür. Darauf steht derzeit die Aral-Tankstelle und eine Werkstatt. Mit Eigentümern und Pächtern ist die Stadtverwaltung in Gespräche getreten, um eine für alle Seiten annehmbare Lösung zu erzielen.

Die Visualisierung vermittelt einen Eindruck vom Neubau, mit dem sich das Karl-May-Museum künftig an der Meißner Straße präsentiert. Quelle: Karl-May-Museum Radebeul

Das künftige Konzept für das Karl-May-Museum sieht wie folgt aus: Durch den rund 1000 Quadratmeter großen Neubau betritt der Besucher das Museumsareal. Über die Rezeptionsgeschichte vor allem im Film werden sie an Karl May (1842-1912) herangeführt. Über Multimediaelemente und Erlebnisstationen tasten sie sich an das Werk des Abenteuerschriftstellers und seine anderen Ichs wie Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi heran. Der Neubau bietet zudem Platz für Sonderausstellungen und ein Depot. In der Villa „Shatterhand“ wird alles untergebracht, was mit Mays Leben zu tun hat. Die Villa „Bärenfett“ wird weiterhin die Indianerausstellung beherbergen. Die Geschichte und Kultur der indigenen Völker Nordamerikas wird neu erzählt.

Der Neubau des Karl-May-Museums in Radebeul aus der Luft. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten

Operation am offenen Herzen?

Christian Wacker hofft bis 2025 die Neueröffnung feiern zu können. Für die vorherige rund 18-monatige Bauzeit gibt es zwei Varianten. Entweder erfolgt der Umbau als „Operation am offenen Herzen“, wie Wacker meinte, und das Museum bleibt trotz Baustelle geöffnet oder aber es geht während dieser Zeit mit einer Wanderausstellung auf Reisen.

Von Silvio Kuhnert

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