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Umland Training für Körper und Geist – Fechtclub Radebeul wird zehn Jahre alt
Region Umland Training für Körper und Geist – Fechtclub Radebeul wird zehn Jahre alt
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15:38 07.06.2019
Zu den Nachwuchstalenten des Fechtclubs Radebeul gehören Cora Schaller und Hannes Nowak. Quelle: Silvio Kuhnert
Radebeul

Zehn Jahre wird der Fechtclub Radebeul in diesem Jahr alt. Und die bisherige Geschichte ist ein großer Erfolg. Sieben Personen waren bei der Vereinsgründung Ende 2009 dabei. „Heute zählen wir 180 Mitglieder“, berichtet Cheftrainer Robert Peche. Bei den Fechtern haben sich die Radebeuler zum zweitgrößten Verein nach den Leipzigern in Sachsen entwickelt.

Vor allem Kinder und Jugendliche reizt der sportliche Kampf mit Florett und Degen. 120 von ihnen nehmen regelmäßig am Training in der Elbsporthalle in der Lößnitzstadt teil und einige absolvieren Extrastunden in Peches Fechtschule, die er an der Kleiststraße 10 in Dresden betreibt. Diese hohe Zahl ist Resultat konsequenter Jugendarbeit. Mit Schnupperkursen und Schulbesuchen gingen die Aktivitäten nach der Vereinsgründung los. Noch heute zeigen Peche und sein Trainerteam immer wieder an allgemeinbildenden Schulen sowie Volkshochschulen Präsenz und bieten Sommerkurse an.

Fechtlehrer Robert Peche (M.) hat den Verein mit ins Leben gerufen. Quelle: Silvio Kuhnert

Vereinsmitbegründer Peche wurde der Umgang mit Florett und Degen quasi in die Wiege gelegt. Denn bereits sein Vater Hubert Peche war auf der Planche genannten Fechtbahn unterwegs. „Er war Fechttrainer und so bin ich zu dem Sport gekommen“, berichtet der 39-Jährige. Er strebte seinem Vater nach, nahm an mehreren Weltcups und Turnieren teil und wurde selbst zum Übungsleiter. Er baute eine Fechtschule in Pieschen-Nord auf. Und als der Wunsch seiner Eleven zur Teilnahme an Wettkämpfen wuchs, gründete er zusammen mit Radebeuler Eltern den Verein. Und bei Turnieren hat sich der Fechtclub einen Namen gemacht. Nicht nur bei den Landesmeisterschaften fährt er in Einzel- und Teamwettbewerben Podestplätze ein, sondern feiert seit 2015 bei den Deutschen Meisterschaften mindestens eine Medaille.

Seit vier Jahren hat der Fechtclub Radebeul den offiziellen Status eines Talentstützpunkts des Landessportbundes Sachsen und des Sächsischen Fechtverbandes inne. Und zu den großen Nachwuchshoffnungen zählt die Karl-May-Städterin Cora Schaller. „Als ich in der zweiten Klasse war, suchte ich nach einer Sportart, bei der man sich körperlich anstrengen und gleichzeitig auch nachdenken muss“, erinnert sich die 16-Jährige, die zu den zwanzig besten Fechterinnen ihrer Altersklasse zählt und somit über den Perspektivkader des Deutschen Fechtbundes bereits internationale Turnierluft schnuppern konnte – so zum Beispiel dieses Jahr in Rom. „Da war ich nicht so gut in Form und bin nur 120. geworden“, sagt Cora, die bereits eine Bronzemedaille bei einer Deutschen Meisterschaft zu ihren Trophäen zählen kann. Doch allein das Messen mit internationalen Fechtern und das Kennenlernen ihrer Stile war die Reise wert. „Amerikaner gehen rabiater zur Sache, Deutsche fechten ihre Paraden filigraner“, ist Cora als ein Unterschied aufgefallen.

Fechten ist eine Sportart für Körper und Geist. „Man benötigt Sprungkraft und Schnelligkeit“, zählt Peche als wichtige physische Merkmale auf. Zudem ist ein hohes geistiges Engagement gefragt. Denn Fechter müssen ihren Gegner beobachten, Schritte, Stöße und Finten auswerten, damit sie im richtigen Moment einen Angriff machen oder schnell reagieren, um so einen Treffer zu setzen. Neben Geschick ist viel Technik vonnöten. „Wer bei der Deutschen Meisterschaft erfolgreich sein möchte, muss täglich trainieren“, sagt Peche.

Neben Cora steht auch der gleichaltrige Hannes Nowak fast jeden Tag auf der Planche. Der Radebeuler schaffte es in diesem Jahr als Erster in der Vereinsgeschichte in Stuttgart-Bad Cannstatt ins Achtelfinale eines A-Jugend Qualifikationsturniers des Deutschen Fechterbundes.

Seit seiner Gründung organisiert der Fechtclub einmal im Jahr den Radebeuler Fechtcup. An diesem Wochenende findet das Pokalturnier zum zehnten Mal statt. Gleichzeitig werden in der Elbsporthalle die Offenen Sächsischen Seniorenmeisterschaften ausgefochten. Beginn ist jeweils am Sonnabend und Sonntag um 9 Uhr.

www.fechtclub-radebeul.de

Von Silvio Kuhnert

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