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Umland Stolperstein für Priester Benno Scholze in Pirna verlegt
Region Umland Stolperstein für Priester Benno Scholze in Pirna verlegt
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14:37 08.12.2013
Künstler Gunter Demnig setzte den Stolperstein für Erzpriester Dr. Benno Scholze vor der Kirche St. Kunigunde in Pirna ein. Foto (1), Repro (1): Silvio Kuhnert Quelle: silvio kuhnert
Vor der Kirche St

Er ist der erste Stolperstein in Pirna "Wer die Inschrift lesen möchte, muss eine Verbeugung vor dem Opfer machen", sagte Künstler Gunter Demnig. Von ihm stammt die Idee, Steine zum Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten des NS-Regimes vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort ins Trottoir zu setzen. Der Stolperstein in der Elbestadt erinnert an Erzpriester Dr. Benno Scholze.

Vor 75 Jahren kam der in Radibor geborene katholische Priester als Seelsorger nach Pirna. Schon in seiner bisherigen Pfarrgemeinde Markranstädt galt er als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. In der Canalettostadt wurde er "während der NS-Zeit der Mittelpunkt der katholischen Widerstandsbewegung in Pirna", erinnert seine Gemeinde. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kümmerte er sich um polnische Kriegsgefangene. Seine seelsorgerischen Wirkungsstätten war das Kriegsgefangenenstammlager Nr. IV A auf Burg Hohnstein sowie das Kriegsgefangenenlager für französische Generäle und Offiziere auf der Festung Königstein. Aufgrund seiner Tätigkeit nahm die Gestapo Scholze ins Visier. Am 15. Januar 1941 wurde er verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Nach der Befreiung 1945 kehrte er nach Pirna zurück. Vor 45 Jahren starb er in Dresden. Scholze war über 28 Jahre Seelsorger in Pirna und ist hier auf dem Friedhof begraben.

Seit 1992 verlegt Demnig Stolpersteine. "Sie gibt es von Norwegen bis Rom, von der Atlantikküste bis südlich von Moskau", sagte der Künstler. Ihre Zahl ist auf rund 44 000 gewachsen. Sie gibt es in 17 Länder. Pirna ist die 912. Kommune in Deutschland, in der Demnig einen Stein verlegt hat. S.K.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.12.2013

Silvio Kuhnert

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