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Umland Stadt Radebeul prüft neue Sperren für Kraftfahrer auf Geh- und Radweg
Region Umland Stadt Radebeul prüft neue Sperren für Kraftfahrer auf Geh- und Radweg
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21:21 07.03.2018
Trotz Schnees sind die Fahrspuren auf dem Feld, die Kraftfahrer beim Umfahren der Poller hinterlassen haben, deutlich zu erkennen. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

CDU-Stadtrat Thomas Große schlägt Alarm: „Herr Dr. Müller dort müssen wir dringend was tun!“, forderte er Radebeuls Baubürgermeister auf der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses auf. Gemeint ist der im vergangenen Herbst erst grundhaft ausgebaute Geh- und Radweg Am Gottesacker. Damit Kraftfahrer die rund 880 Meter Lange Route zwischen Weintraubenstraße und dem Friedhof in Radebeul-West nicht als Schleichweg missbrauchen, ließ die Lößnitzstadt ziemlich mittig ein Hindernis einbauen. Dies besteht aus einem versenkbaren Poller in der Mitte der Fahrbahn sowie zwei weiteren Pfosten am Wegesrand. Zudem wurden an beiden Seite je ein großer Stein platziert.

Die Sperre scheint Autofahrer jedoch nicht abzuschrecken. „Sie fahren einfach um die Poller herum“, berichtete Große. Als Beweis zeigte er Fotos, die Reifenspuren auf dem angrenzenden Feld sowie der benachbarten Wiese aufweisen. Die Räder von mehreren Fahrzeugen haben sich in den weichen Untergrund gedrückt und Furchen hinterlassen. „Hier herrscht dringender Handlungsbedarf. Denn irgendwann ist das Bankett weg und der Asphalt zerbricht“, mahnte Große.

Für den CDU-Stadtrat bleibt unverständlich, warum der Poller an dieser Stelle hingesetzt wurde. Damit ist er nicht allein. Sein Ausschusskollege von den Freien Wählern, Roland Schreckenbach, stellte ebenfalls die Frage: „Warum steht er in der Mitte und nicht am Anfang und Ende? Stünden sie dort, könnte kein Fahrzeug auf den Geh- und Radweg fahren.“

Das Problem: Es gibt Anrainergrundstücke. „Wenn wir Poller am Anfang und Ende setzen, verursachen wir keine Freudensprünge“, sagte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Denn jeder Anrainer, der diesen Weg nutzt – beispielsweise Bauern, um mit ihren Traktoren auf ihr Feld zu gelangen –, müsste einen Schlüssel bekommen. D.h. in der Praxis, mit ihrer Maschine müssten sie vor dem Poller anhalten, aussteigen, den Pfosten versenken, wieder einsteigen, ein kurzes Stück fahren, um danach erneut zu stoppen und auszusteigen, um die Barriere wiederherzustellen.

Um die Grundstücksanrainer von dieser Prozedur zu verschonen, hat sich die Verwaltung für den jetzigen Standort des Pollers entschieden. Die Anrainer kommen von beiden Seiten an ihre Grundstücke heran, gleichzeitig soll die Sperrvorrichtung verhindern, dass Autofahrer den Weg Am Gottesacker als Alternativroute zur Kötzschenbrodaer Straße nutzen. „Wir wollten eine einfache Lösung. Und wir glaubten an das Gute im Menschen“, so Müller. Dieser Glaube werde durch das wiederholt verkehrswidrige Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer enttäuscht. „Wir müssen uns was ausdenken, wie wir dieses Problem lösen“, regte Müller an.

Kaum hatte er dies gesagt, kamen einige Vorschläge vonseiten der Stadträte. Einer war beispielsweise, weitere Pfosten an der jetzigen Stelle vom Wegesrand weiter versetzt zu platzieren. Dies würde nur dazu führen, dass die Verkehrssünder größere Bögen auf Wiese und Feld fahren, waren sich Müller und Große einig. Ein Wassergraben oder eine Kette von großen Feldsteinen an beiden Rändern waren weitere Ideen. Die Verwaltung wird nun intern eine Lösungsvariante suchen.

Der Poller ist nicht das einzige Problem auf dem Geh- und Radweg Am Gottesacker. Stadträtin Eva Oehmichen (Bürgerforum/Grüne) machte auf Spurrillen auf der Schwarzdecke aufmerksam. „Sie gibt es über die gesamte Strecke hinweg. Der Asphalt sollte doch eigentlich schweren Fahrzeugen standhalten, oder?“, fragte sie. Laut Marlies Wernicke, Sachgebietsleiterin Straßenbau im Radebeuler Rathaus, stammen die Schäden auch nicht von landwirtschaftlichen Maschinen. Ihre Vermutung ist vielmehr, dass die Bauleute selbst mit ihren Fahrzeugen zu früh über den frischen und noch weichen Asphalt gerollt sind. Mit der Baufirma laufen bereits Gespräche.

Von Silvio Kuhnert

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