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Umland Stadt Radebeul drängt auf besseren Flutschutz für Serkowitz
Region Umland Stadt Radebeul drängt auf besseren Flutschutz für Serkowitz
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13:08 28.03.2019
Symbolfoto: Quelle: dpa
Radebeul

In diesem Sommer jährt sich das Jahrhunderthochwasser von August 2002 zum 17. Mal. Seither hat der Radebeuler Stadtteil Naundorf einen Flutschutz bekommen. Für Fürstenhain stehen die Arbeiten vor dem Abschluss und für Altkötzschenbroda läuft das Planfeststellungsverfahren. Doch was wird aus Serkowitz?

Die Schutzmaßnahmen für die drei zuerst erwähnten Bereiche haben nach dem damals verheerenden Hochwasser die oberste Priorität bekommen. Vorhaben für Serkowitz sind jedoch mit der Kategorie C versehen und nur in eine mittlere Priorität eingestuft. Damit die zuständige Behörde, die Landestalsperrenverwaltung (LTV), den Flutschutz für diesen Stadtteil nicht aus den Augen verliert und die Planung und Umsetzung mit einer höheren Dringlichkeit versieht, möchte die Lößnitzstadt jetzt Druck machen.

Grundlage für die Einstufung von Hochwasserschutzmaßnahmen bildet eine Nutzen-Kosten-Analyse. Um die Entscheidung der LTV zu erleichtern, hat die Stadt jetzt selbst eine Schadensanalyse in Auftrag gegeben. Bei einem Hochwasser wie 2002, einem HQ 100, ist mit einem Schadenspotenzial von acht Millionen Euro in Serkowitz zu rechnen. Für die Umsetzung einer Hochwasserschutzmaßnahme setzt die LTV laut Stadtverwaltung ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von größer eins voraus. In der Vorplanung der LTV aus dem Jahr 2013 wurde für Maßnahmen in Serkowitz ein Wert von 2,51 ermittelt. Mit den jetzt durch die konkrete Analyse der Stadt ermittelten statistischen Schäden kann von einem Wert von größer acht ausgegangen werden. Auf Grund dieser Erkenntnisse ist es aus Sicht der Stadt Radebeul zwingend notwendig, dass die Einordnung der Maßnahme von der bisher mittleren Priorität auf eine hohe Priorität geändert wird. Der Stadtrat erteilte auf seiner jüngsten Sitzung der Verwaltung den Segen, dieses Ansinnen an die LTV heranzutragen.

Ideen wie Serkowitz besser vor einem Hochwasser geschützt werden kann, gibt es bereits. Hierfür müsste die Lücke zwischen den Hochufern Altserkowitz und Dresden-Kaditz durch den Bau eines rund 420 Meter langen Damms geschlossen werden. Einen neuralgischen Punkt bildet der Lößnitzbach. Doch dieses Problem wird mit der Ende 2017 beschlossen Umverlegung des Baches gelöst.

Von Silvio Kuhnert

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