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Umland Stadt Pirna will Klinkerbau in Copitz retten
Region Umland Stadt Pirna will Klinkerbau in Copitz retten
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18:12 04.02.2019
Die beiden Mietshäuser mit Klinkerfassade, Hauptstraße 28 (l.) und 29, sind derzeit dem Verfall preisgegeben. Quelle: Foto: Daniel Förster
Pirna

Seit Jahren geben die beiden Gründerzeitgebäude mit den Hausnummern 28 und 29 an der Hauptstraße in Pirna ein trostloses Bild ab. Während in anderen Häusern wie der einstigen Post im Sanierungsgebiet „Alt-Copitz“ neues Leben eingekehrt ist, verfallen die beiden Objekte zusehends. Die Stadtverwaltung will nun nicht länger tatenlos zusehen. Sie schlägt dem Stadtrat vor, vom Vorkaufsrecht für die Hausnummer 28 Gebrauch zu machen und das Objekt einer Sanierung zuzuführen.

Die Rathausspitze ruft daher die Räte in einer Woche zu einer Sondersitzung ein. Denn die Zeit drängt. Wie die Verwaltung informiert, wurde ihr mit Schreiben vom 11. Januar dieses Jahres ein Kaufvertrag vorgelegt. Aus der Urkunde geht hervor, dass die Erbengemeinschaft der bisherigen Eigentümer, das Grundstück Hauptstraße 28 an den Eigentümer des Nachbargrundstückes Hauptstraße 29 verkauft hat. Innerhalb von zwei Monaten muss die Stadt Stellung beziehen, ob sie Widerspruch einlegt und ihr Vorkaufsrecht in Anspruch nimmt.

Das Entsetzen über das Schreiben muss im Rathaus groß gewesen sein, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Denn dort findet die Verwaltung über den potenziellen neuen Eigentümer, der im Ausland ansässig ist, deutliche Worte. Seit Jahren unterlasse er jegliche Instandsetzungsarbeiten. „Mehrfach musste durch das Bauordnungsamt der Stadt Pirna Ersatzvornahmen zur Sicherung vorgenommen werden“, heißt es dort. Auf den Kosten blieb die Stadt sitzen. „Jegliche Versuche der Kontaktaufnahme, Kaufangebote und Angebote zur finanziellen Unterstützung einer Sanierungsmaßnahme blieben unbeantwortet“, moniert die Verwaltung weiter. Diesen Stillstand möchte sie beim Nachbarhaus mit der Nummer 28 verhindern, wie Stadtsprecher Thomas Gockel informiert.

Zwei Optionen für das Vorkaufsrecht werden derzeit geprüft. Entweder die Stadt erlangt das Eigentum selbst oder eine ihrer Tochtergesellschaften – in Frage kommen die Städtische Wohnungsgesellschaft WGP oder die Stadtentwicklungsgesellschaft SEP – tritt als Dritter in das Vertragsverhältnis ein. Der Kaufpreis beträgt 165000 Euro plus fünf Prozent Nebenkosten.

Ziel der Aktion ist es, dass Gebäude Nr. 28 zu sanieren und Gewerbe im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen unterzubringen. Gleichzeitig unternimmt die Verwaltung noch einmal „größte Anstrengungen“, wie es in der Beschlussvorlage heißt, um zu versuchen, auch das Gebäude Hauptstraße 29 einer zeitgleichen Sanierung zuzuführen. „Wir wollen, dass beide Objekte wieder ansehnlich werden“, so Gockel. Ein Kauf von Hausnummer 29 ist vorerst nicht geplant. Der Eigentümer soll selbst Aktivitäten zur Instandsetzung an den Tag legen.

In der Fortschreibung des Neuordnungskonzeptes für das Sanierungsgebiet vom Januar 2016 werden die Sanierungskosten für das Gebäude mit der Hausnummer 28 auf 800000 Euro geschätzt. Beim Nachbarhaus sind rund eine Million Euro an Baukosten erforderlich. Das gründerzeitliche Mietshaus ist vom Zustand her das schlechteste Gebäude der Hauptstraße.

Von Silvio Kuhnert

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