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Umland Sieben Sachsenwinzer an einem Stand auf ProWein in Düsseldorf
Region Umland Sieben Sachsenwinzer an einem Stand auf ProWein in Düsseldorf
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11:24 11.03.2016
Michaela Tutschke, Christoph Reiner und Anja Froelich (v.l.) von Proschwitz sind alte Hasen auf der ProWein. Das Weingut präsentiert sich, wie auf dem Foto 2015, schon länger im VDP-Areal.
Michaela Tutschke, Christoph Reiner und Anja Froelich (v.l.) von Proschwitz sind alte Hasen auf der ProWein. Das Weingut präsentiert sich, wie auf dem Foto 2015, schon länger im VDP-Areal. Quelle: Lars Müller
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Meißen/Düsseldorf

Nach mehrjähriger Pause präsentieren sich sächsische Winzer erstmals wieder an einem Gemeinschaftsstand auf der weltgrößten Weinfachmesse ProWein in Düsseldorf. Von Sonntag bis Dienstag schenken die Weingüter Schabehorn, Aust, Kastler-Friedland, Loose, Hoflößnitz, Schloss Wackerbarth und das Weinhaus Prinz zur Lippe ihre Weine und Sekte aus, teilte der regionale Weinbauverband mit. Weine von zur Lippe werden zudem am Stand der deutschen Prädikatsweingüter präsentiert. Für die nächsten drei Jahre sei der Gemeinschaftsstand in Düsseldorf geplant, um die Vielfalt des sächsischen Weins zu zeigen. Den DNN sagte der sächsische Verbandschef Christoph Reiner: „In den vergangenen Jahren hatten wir einfach zu wenig Wein.“ Seit einigen Jahren trifft das allerdings nicht mehr auf alle Weingüter zu. Als Triebkraft für einen gemeinsamen Stand gilt Sonja Schilg, die Herrin von Schloss Wackerbarth. Im vergangenen Jahr präsentierte sich das Staatsweingut noch am Stand eines Glasherstellers. Reiner verweist auf den nach seiner Einschätzung hervorragenden Jahrgang 2015. Mit 1.875 Sonnenstunden habe Sachsen im Vergleich der Bundesländer auf dem ersten Platz gelegen und ideale Voraussetzungen für das Reifen erlesener Weine und Sekte geboten. Was der Verbandschef nicht sagt: Viele Weinberge litten unter der Dürre, Trauben unter Sonnenbrand, und die Rebflächen von mehreren Winzern wurden kurz vor Lese von Hagelschlag am 1. September regelrecht verwüstet. Auf der ProWein müssen sich die außerhalb des Elbtals kaum bekannten Sachsenwinzer einer starken Konkurrenz stellen: 6.000 Aussteller aus 57 Nationen buhlen um das Interesse von gut 50.000 Fachbesuchern aus mehr als 100 Ländern.

Die Winzergenossenschaft Meißen hat sich unterdessen für die Internationale Tourismusbörse entschieden und schenkt dort aus. Zwar ist wegen der Affäre um Rückstände unerlaubter Pflanzenschutzmittel noch immer unklar, welche Weine in den kommenden Monaten abgefüllt und verkauft werden können. Davon lässt sich Marketingleiterin Manja Licht aber nicht verunsichern: „Der sächsische Wein zählt immer noch zu den begehrtesten Raritäten im

Weinsortiment“, glaubt sie zu wissen. Nun müsse der Sachsenwein nur noch bekannter gemacht werden, so Licht.

Von Lars Müller

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11.03.2016