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Umland Schlosspark in Siebeneichen ist für Besucher gesperrt
Region Umland Schlosspark in Siebeneichen ist für Besucher gesperrt
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16:37 03.09.2019
Im Schlosspark Siebeneichen herrscht derzeit Lebensgefahr. Quelle: Jürgen-M. Schulter
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Meißen

Wegen Lebensgefahr ließ die Stadt Meißen den Schlosspark Siebeneichen sperren. In der denkmalgeschützten Grünanlage drohen, Äste herabzufallen und ganze Bäume umzustürzen. Die Sperrung gilt zunächst für zwei Monate.

Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, gebe es derzeit ein rasantes Baumsterben in dem Park. Ursachen sind neben der seit zwei Jahren anhaltenden Dürre Sturmschäden durch heftige lokale Gewitter sowie der Befall von Gehölzen durch Borkenkäfer. „Dies hat zur Folge, dass einzelne Äste oder ganze Bäume vertrocknen. Besonders betroffen sind Fichten, Linden und Rotbuchen“, informierte Stadtsprecher Michael Eckardt. Zudem liegen durch Sturm umgestürzte Bäume im Gelände, die teilweise die Wege versperren.

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Trotz des Namens ist der im 16. Jahrhundert durch die Herren von Miltitz angelegte „Schlosspark“ aus heutiger Sicht ein Wald. Nadelholzaufforstungen sowie der Verlust einer klaren Gliederung (wie zum Beispiel freigehaltene Sichtachsen und gepflegte Solitärbäume) führten in der Vergangenheit zu einem Verschwinden des historischen Parkcharakters. Zwischen Großem Küchengrund, Arita Hain, Bockwener Telle und Schlosswiese ist nun auf circa 13 Hektar das Betreten dieses Waldes für zunächst zwei Monate untersagt.

Die Behebung der Schäden im Schlosspark Siebeneichen ist – in Abstimmung mit den denkmalpflegerischen und naturschutzfachlichen Anforderungen – zeitnah geplant. Jedoch können die umfangreichen Verkehrssicherungsaufgaben aufgrund ihres Ausmaßes nicht sofort vollumfänglich umgesetzt werden. Zudem mangelt es derzeit an verfügbaren Forstarbeitern.

Von Silvio Kuhnert