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Umland Schlittenhunde jagen auf wilder Hatz durch die Sächsische Schweiz
Region Umland Schlittenhunde jagen auf wilder Hatz durch die Sächsische Schweiz
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20:56 02.12.2018
Organisator Björn Gedlich aus Lohmen ging mit den Schlittenhunden Lucky und Luke auf die Strecke.
Organisator Björn Gedlich aus Lohmen ging mit den Schlittenhunden Lucky und Luke auf die Strecke. Quelle: Daniel Förster
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Lohmen

In der Herrenleite zwischen Pirna-Mockethal und Lohmen lieferten sich Nordische Schlittenhunde am Sonntag ein rasantes Rennen. Siberian Huskies und Alaskan Malamute waren auf flotten Fahrten bis nach Dorf Wehlen unterwegs. Während am Sonnabend der Vielseitigkeitslauf wegen Glatteis abgesagt werden musste, tobten sich die Vierbeiner an der Seite ihrer Frauchen und Herrchen am Folgetag so richtig aus – auch wenn zum Nachmittag teils starker Regen einsetzte. Start zu dem Wettbewerb war erstmals am Eingang des Vereinsgeländes der Lohmener Biker am Herrenleitenweg.

20 Gespanne aus Sachsen und Brandenburg fuhren am Wochenende durch die Sächsische Schweiz und stellten bei den Vielseitigkeitsläufen ihr Können unter Beweis.

Dort ging es am Mittag bis frühen Nachmittag auf einen Zehn-Kilometer-Parcours in Richtung Dorf Wehlen zum Wehlener Kohlberg weiter Richtung Lohmen und über die Wiesen wieder zurück nach Dorf Wehlen. Unterwegs waren mehrere Stationen zu bewältigen. Dort bewerten Kampfrichter das Verhalten der Tiere. So galt es, Hindernisse zu überwinden, eine Gitterrostbrücke zu überqueren, im Slalom zu fahren, in einer Sackgasse zu wenden, ein Stück in Schuhen zu laufen und in einem Labyrinth die Richtung zu wechseln. Die Gespanne wurden vor Situationen gestellt, die im täglichen Umgang auftreten können. Punktrichter bewerteten, wie gut Hunde und Gespannführer die verschiedenen Anforderungen meisterten und die Schikanen bewältigten.

Genau 20 Gespannen aus Sachsen und aus Brandenburg zählte Lokalmatador und Organisator Björn Gedlich. Musher, also Lenker der Gespanne, machten auf Trainingswagen los. In der Velo-Klasse ließen sich Radfahrer durch ihre Hunde ziehen. Läufer starteten in der Skandinavier-Klasse. „Schon allein das Zusammenspiel von Mensch und Tier zu sehen, ist faszinierend“, sagt Gedlich.

Der Organisator ging selbst mit zwei seiner Alaskan Malamute in den Wettbewerb: Lucky und sein Bruder Luke. „Sie sind dreieinhalb Jahre alt. Im August 2015 habe ich sie einer Züchterin aus Franken abgekauft“, sagte Gedlich, der sich 1997 den ersten Schlittenhund zulegte und seit regelmäßig Wettkämpfe bestreitet. Die Schlittenhunde-Vielseitigkeitsläufe gibt es übrigens seit 2004. In diesem Jahr wurden sie in der 15. Auflage ausgetragen.

Von Daniel Förster