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Umland Scheurebe kommt bei Weinfreunden an
Region Umland Scheurebe kommt bei Weinfreunden an
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09:47 12.05.2019
Spätfrost, Hagel oder Dürre - Andrea Leder, Hendrik Weber und Ingeborg Proboskai (v.l.) vom Weingut Matyas wirft so schnell kein Wetter aus der Bahn. Auch vom Jahrgang 2018 haben sie trotz des heißen Sommers wieder einen guten Jahrgang in die Flaschen bekommen. Quelle: Lars Müller
Coswig

Ganz gelassen blickt Kellermeister Hendrik Weber auf das vorige Jahr zurück, während er den geladenen Gästen aus Gastronomie und Handel die Weine des Jahrgangs 2018 sowie einige gereifte Tropfen im Coswiger Weingut Matyas präsentierte. Der trockene und heiße Sommer hat wie in allen Weingütern für eine schnelle Ernte gesorgt. Innerhalb von vier Wochen war Ende September alles im Keller. „Gute Logistik und gute Helfer waren da nötig“, so der 31 Jahre alte Winzer und Önologe. „Wir haben ge­schaut, dass wir die Trauben noch mit genügend Säure ernten.“

Bei frühen Sorten habe er auch im Moststadium leicht nachgesäuert, das war den Sachsenwinzern voriges Jahr erlaubt. Von einem Jahrhundertjahrgang will Weber aber nicht sprechen, solche Übertreibungen liegen dem bodenständigen Winzer so gar nicht. Jahrhundertjahrgänge gebe es vielleicht hin und wieder im Bordeaux oder im Burgund, sagt er leicht verschmitzt – dort, wo wirklich große Weine gedeihen. In Sachsen sei 2018 mit 2003 vergleichbar gewesen. „Alles mach­bar, wenn man sein Handwerk versteht.“

Der Most sei gekühlt bei 16 bis 20 Grad Celsius vergoren worden. Neben klassisch trocken ausgebauten Weißweinen hat das Weingut Matyas auch einen halbtrockenen Riesling, sowie feinherben Müller-Thurgau, Bacchus und erstmals eine Kerner Spätlese von „Alten Reben“ im Angebot. „Wir bauen unsere Weine sowohl nach unserem eigenen hohen Qualitätsanspruch, als auch nach den Wünschen der Gäste und Kunden aus.“ Das passe bestens zusammen, wie die Nachfrage belegt: Manche Weine sind schon im Sommer nach der Ernte ausverkauft. Hierzu zählt regelmäßig die Scheurebe, von der es in diesem Jahr rund 2500 Flaschen gibt.

Die „Scheu“ gehört zu den Favoriten von Seniorchefin Ingeborg Proboskai, die ihr ganzes Berufsleben im Weinberg verbracht und über Jahrzehnte den sächsischen Winzernachwuchs ausgebildet hat. Selbst im Ruhestand mag sie von der körperlichen Arbeit zwischen den Rebzeilen nicht lassen. Seit diesem Monat sei die bukettreiche 18er Scheurebe mit ihrem unverwechselbaren Aroma im Verkauf. In den nächsten Jahren wird dank neu aufgerebter Flächen mehr Wein dieser Rebsorte verfügbar sein, freut sich Ingeborg Proboskai.

Kellermeister Weber kündigt zudem eine neue Réserve-Linie an, für die er schon vom Jahrgang 2018 besonders hochwertigen Weinen mehr Zeit für die Reife auf der Vollhefe gibt. Sie runden das Angebot des Familienbetriebs nach oben ab, das mit der Cuvée-Serie „Sächsisches Gezwitscher“ und dem regionalen Goldriesling im Basissegment beginnt. Ein leichter Secco und ein Kerner-Winzersekt nach klassischer Flaschengärung sorgen für Prickeln.

Hendrik Weber nutzte die Jahrgangspräsentation auch, um die Sekte seiner eigenen Sektmanufaktur Perlgut zu zeigen, die noch vielen als Geheimtipp gelten. „Endlich wieder da ist ein Scheurebe-Sekt brut, jetzt vom Jahrgang 2017“, sagt er. Leider sei dieser schon nahezu vergriffen. Erstmals vorgestellt hat Weber einen Lagen-Riesling Jahrgangssekt brut 2016 aus der Steillage Radebeuler Johannisberg sowie seine neue Cuvée Tradition, die sich an alle richtet, die Sekt nach klassischer Flaschengärmethode für sich entdecken wollen.

Eine Kostprobe gab es ferner von einer Pinot Cuvée extra brut aus dem Holzfass. Weber erklärte, er werde das Sortiment seiner kleinen Sektmanufaktur behutsam nach und nach ausbauen und die Sekte immer erst dann verkaufen, wenn sie perfekt sind.

Von Lars Müller

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