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Umland Sächsische Schweiz steht vor Problemen – wie sind sie zu lösen?
Region Umland Sächsische Schweiz steht vor Problemen – wie sind sie zu lösen?
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14:22 26.08.2019
Der Basteifelsen gilt als Aushängeschild der Sächsische Schweiz. Doch die Idylle trügt: Die Region steht vor einer Reihe von Problemen. Quelle: Christian Kirsch
Neustadt/Sachsen

Der Wahlkreis 51 umfasst insgesamt 15 Gemeinden, die größten sind Neustadt/Sa., Sebnitz und Stolpen. Die Region wartet mit einer der spektakulärsten Landschaften Deutschlands auf: dem Nationalpark Sächsische Schweiz. Mit der Bastei und der Festung Königstein sind dort weltweit bekannte Destinationen zu finden, außerdem hunderte Kletterfelsen und Wanderwege.

Eine halbe Million Touristen pro Jahr

Obwohl zuletzt die Wiederbelebung des Industriestandortes Neustadt/Sa. gelungen ist, stellt der Tourismus den Hauptwirtschaftszweig im Wahlkreis dar. Im Jahr 2018 hieß die Sächsische Schweiz über eine halbe Millionen Gäste willkommen. Dennoch steht der einzige Nationalpark im Freistaat in den nächsten Jahren vor einer Reihe von Problemen.

Eines davon ist der Fachkräftemangel, der sich in der Tourismusbranche abzeichnet. „Die Unterstützung der Unternehmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung, Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung ihrer Betriebe ist unbedingt angezeigt“, sagt Landrat Michael Geisler (CDU).

Ausbildungsoffensiven und Maßnahmen der Fachkräftegewinnung bedürften der Hilfe des Freistaats. „Auch die historischen Bergbauden brauchen staatliche Unterstützung.“

Landrat Michael Geisler (CDU) ist seit März 2019 oberster Tourismuschef in der Sächsischen Schweiz. Quelle: Marko Förster

Durch Stürme, Trockenperioden und Borkenkäfer wird zudem die Waldbewirtschaftung im Nationalpark zunehmend zur Herausforderung. „Der Erhalt des einzigen Nationalparks im Freistaat Sachsen bedarf der besonderen Aufmerksamkeit und Unterstützung“, so Geisler.

Nötiger Infrastruktur-Ausbau

Eine funktionierende Infrastruktur ist für den ländlichen Wahlkreis 51 unerlässlich. So sollen der Breitbandausbau, die Digitalisierung von Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen vorangetrieben werden.

Die für den Straßenbau benötigten Mittel müssten weiterhin durch den Freistaat bereitgestellt werden, fordert Geisler. Unter anderem steht der zweite Bauabschnitt beim Ausbau der Kreisstraße 8715 nördlich von Porschendorf aus, ebenso der dritte Abschnitt der Ortsdurchfahrt Ottendorf (Sebnitz). Zudem müsse das touristische Wegenetz den Ansprüchen der Besucher entsprechend ausgebaut werden.

Zum Wahlkreisgehören Bad Schandau (Stadt), Dürrröhrsdorf-Dittersbach, Gohrisch, Hohnstein (Stadt), Königstein (Stadt), Lohmen, Neustadt in Sachsen (Stadt), Rathen, Rathmannsdorf, Reinhardtsdorf-Schöna, Rosenthal-Bielatal, Sebnitz (Stadt), Wehlen (Stadt), Stolpen (Stadt), Struppen.

Der Wahlkreisist 593 Quadratkilometer groß, davon sind 33,4 Prozent Landwirtschaftsfläche.

Im Wahlkreis leben 53 882 Einwohner, 50,6 Prozent davon sind Frauen. Der Ausländeranteil liegt bei 1,5 Prozent (2017).

Lediglich 15,1 Prozent der Einwohner sind noch nicht 18 Jahre alt. Der Anteil der über 65-Jährigen liegt dagegen bei 29,3 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt daher im Wahlkreis auch bei 49,5 Jahren.

2605 Betriebe gehören zur Wirtschaft im Wahlkreis. Das mittlere monatliche Nettoeinkommen (Median) der Einwohner, die über ein Einkommen verfügen, liegt pro Kopf bei 1197 Euro. Vor fünf Jahren betrug es noch 1046 Euro und fünf Jahre zuvor lediglich 915 Euro.

Im Tourismus stehen in der Region 7986 Gästebetten zur Verfügung, die im Jahr 2017 durchschnittlich zu 41,8 Prozent ausgelastet waren. Im Schnitt blieben die Urlauber für 3,1 Tage im Wahlkreis.

Große Projekte in den kommenden Jahren

Zwei große Infrastrukturprojekte stehen in den nächsten Jahren im Wahlkreis an: Zum einen soll die geplante Festungsbahn Königstein spätestens ab 2022 zum bekannten Felsplateau hinauffahren. Durch die Besucherströme erhofft sich Königstein, dass die Innenstadt nach und nach wiederbelebt wird.

Zum anderen soll die Kirnitzschtalbahnbis zum Bahnhof Bad Schandau verlängert werden, um den Autoverkehr in der Nationalparkregion zu beruhigen. Die Machbarkeitsstudie ist noch für dieses Jahr angesetzt. Beide Projekte erfordern Investitionen in Millionenhöhe – und entsprechende Zuschüsse vom Freistaat.

Von Junes Semmoudi

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