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Umland Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Vier CDU-Kandidaten mit Siegeswillen
Region Umland Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Vier CDU-Kandidaten mit Siegeswillen
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17:18 11.07.2019
Roland Wöller, Andrea Dombois, Jens Michel und Oliver Wehner (v.l.) treten für die CDU zur Landtagswahl 2019 an. Quelle: Daniel Förster
Pirna

Es ist eine deutliche Kampfansage: „Der CDU-Kreisverband möchte alle vier Direktmandate bei der Landtagswahl gewinnen.“ Das sagt Jens Michel nicht nur in seiner Funktion als Unions-Kreischef, sondern vor allem als CDU-Wahlkreisabgeordneter. Gemeinsam mit Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois (Osterzgebirge), Innenminister Roland Wöller (Freital) und Oliver Wehner (Pirna) möchte er wieder über die Erststimme den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im sächsischen Landesparlament vertreten.

Einst Selbstverständlichkeit – dann kam die AfD

Vor der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren hätte man dieser Aussage wohl kaum Beachtung geschenkt, weil sie als Selbstverständlichkeit galt. Wen die CDU-Basis zum Direktkandidaten nominierten, der hielt das Ticket in den Landtag sicher in der Hand. Allein Dombois gewann sechsmal in Folge.

Doch 2017 ging bei der Bundestagswahl der Landkreis an die AfD und ihrer damaligen Parteichefin Frauke Petry. Auch bei der Europawahl hatte die AfD mit einem Ergebnis von 32,9 Prozent deutlich mit einer Differenz von 12,6 Prozentpunkten zur CDU die Nase vorn. Jedoch noch am selben Tag stimmten die Wähler bei der Kreistagswahl anders. Die CDU gewann mit 29 Prozent vor der AfD, die auf 27,9 Prozent kam. Auch wenn es nicht mehr das Stimmenniveau von früher war, was für Michel zählt, ist: „Die CDU wurde wieder stärkste Kraft.“ Hieran macht er eine Trendwende bei Wahlen mit Lokalbezug aus.

Die Landtagswahl hat einerseits über die Zweitstimme überregionale Bedeutung, andererseits über das Direktmandat einen regionalen Bezug. „Wir müssen deutlich machen, dass es eine Sachsenwahl ist. Es geht um die Zukunft unseres Landes und damit um die Zukunft jedes Einzelnen unmittelbar“, so Wöller.

Die Kriminalitätsrate sinkt

Als Landtagsabgeordnete hätten sie viel bewegt und gemeinsam könnten sie ihrer Meinung nach für den Landkreis und für den Freistaat noch viel bewegen – nicht zuletzt durch ihre Kontakte nach Berlin. So bekommt Michel in den nächsten Wochen Besuch von CDU-Bundestagsfraktionschef Ralph Brinkhaus, Wehner von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Wöller von Friedrich Merz (alle CDU). Dombois verzichtet auf Wahlkampfhilfe aus der Bundespolitik. Wie die drei anderen auch sucht sie das Gespräch mit Bürgern vor Ort.

Dabei will sie unter anderem gegen das Gefühl ankämpfen, dass die Kriminalität zunehme, vor allem je näher man der Grenze komme. Die Kriminalitätsstatistik zeichnet ein anderes Bild. So ist die Anzahl der Verbrechen im Landkreis von 2017 zu 2018 um über zehn Prozent von 13.006 auf 11.635 gesunken. Auf 100.000 Kreisbewohner kamen statistisch gesehen im vorigen Jahr durchschnittlich 4741 Straftaten. Damit liegt die sogenannte Häufigkeitszahl deutlich unter dem des Freistaates (6831 Straftaten je 100.000 Einwohner). „Wir wohnen, leben und arbeiten in einem sehr sicheren Landkreis“, betonte Wöller. Durch die Aufstockung der Reviere durch mehr Polizisten soll dies auch so bleiben.

Von Silvio Kuhnert

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