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Umland Sächsische Behörden weiten Weinkontrollen auf Sekt aus
Region Umland Sächsische Behörden weiten Weinkontrollen auf Sekt aus
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08:44 08.03.2018
Trauben der Rebsorte Dornfelder hängen am Weinstock Quelle: Jan Woitas/dpa
Meißen/Dresden

Die sächsischen Aufsichtsbehörden haben nun auch Sekte und Perlweine aus sächsischen Trauben verstärkt unter die Lupe genommen und auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Diese waren bisher durch das amtliche Kontrollraster gerutscht, das nur die Prüfung von Qualitäts- und Prädikatsweinen verbindlich vorschreibt. Bei den Untersuchungen handele es sich um „risikoorientierte Entnahmen von Stichproben im Rahmen der regulären amtlichen Weinüberwachung“, erklärte ein Sprecher des sächsischen Verbraucherschutzministeriums. Beanstandungen gab es bei den bisher 19 Proben den Angaben zufolge keine.

Allerdings fallen immer wieder Weine bei den Kontrollen auf. Von 54 Landweinen wurden demnach acht wegen falscher Kennzeichnung beanstandet, einer fiel durch sogenannte Überanreicherung auf. Winzer dürfen unter bestimmten Voraussetzungen ihre Moste anreichern, etwa wenn die Trauben witterungsbedingt nicht den Zuckergehalt erreichen, den die Hefen benötigen, um während der Gärung den für die gewünschten Weinqualitäten notwendigen Alkohol zu erzeugen. Hierbei wird häufig auf Saccharose, also Zucker, oder konzentrierten, sirupähnlichen Traubenmost zurückgegriffen. Es gelten jedoch strikte Höchstgrenzen, die einzuhalten sind. Im Zuge des sogenannten Weinskandals hat Sachsen im September 2016 eine Vollkontrolle aller Qualitäts- und Prädikatsweine angeordnet. Bis Ende Februar wurden von Winzern und Weinbauern 1082 Weine eingereicht. Davon waren drei wegen Rückständen unerlaubter Pflanzenschutzmittel nicht verkaufsfähig (DNN berichteten.). Ein Wein war überschwefelt und drei wiesen Überanreicherungen auf. Zwei Weine fielen zudem mit Essigstich auf. Jede Untersuchung bei der Landuntersuchungsanstalt kostet den Steuerzahler rund 250 Euro. Im Gegenzug garantieren die Behörden den Verbrauchern, dass nur einwandfreie sächsische Weine in den Handel gelangen. In anderen Branchen ist das üblicherweise Aufgabe der Produzenten, die hierfür erforderliche Untersuchungen ihrer Waren auch selbst bezahlen.

Von Lars Müller

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