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Umland Richtkrone weht über Luisenstift-Anbau
Region Umland Richtkrone weht über Luisenstift-Anbau
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11:26 21.03.2019
Bauarbeiter, Schüler und Lehrer lauschten dem Richtspruch von Bauleiter Frank Wolfram, der auf dem Gerüst stand. Quelle: Silvio Kuhnert
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Radebeul

Der Rohbau für die Erweiterung des Gymnasiums Luisenstift in Radebeul steht. „Die Sonne strahlt, der Bauherr lacht, heute wird Richtfest gemacht“, reimte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) am Mittwochvormittag anlässlich der wichtigen Zäsur auf der Baustelle des viergeschossigen Anbaus. Mit dem letzten Nagelschlag brachte er symbolisch zum Ausdruck, dass das Dach dicht ist und der Innenausbau beginnen kann.

Im Juli 2017 rückten die ersten Bauleute an. Es galt für die rechteckige Stahlbetonskelettkonstruktion in Massivbauweise Platz zu schaffen. Sie rissen zunächst ein altes Haus der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft ab. Vor rund einem Jahr begann der Aushub der Baugrube für das neue Schulgebäude. Im August 2018 erfolgte dann die Grundsteinlegung. Nun sei Halbzeit auf der Baustelle, meinte Müller während des Richtfestes. Bis Ende dieses Jahres soll der Anbau, der über einen verglasten Verbinderbau an der östlichen Seite des alten Luisenstifthauses andockt, fertig sein, damit die Schüler zu Beginn des Jahres 2020 die neuen Räume in Besitz nehmen können.

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Im Keller des kompakten Neubaus kommen ein Mehrzweckraum sowie eine Cafeteria unter. Im Erd- sowie Obergeschoss entstehen nach den Plänen des Dresdner Büros „pussert und kosch architekten“ zehn Klassen- und Kursräume sowie drei Fachkabinette für die Fächer Physik, Chemie und Biologie mit Vorbereitungszimmern. Alle Zimmer reihen sich um ein Atrium.

Derzeit arbeiten an dem Anbau 14 verschiedene Planungsbüros – Architekten, Ingenieure und Fachplaner – sowie 14 Baufirmen. „Die Vergabe der Ausbaugewerke an sechs weitere Firmen wird gerade vorbereitet“, informierte Müller während seiner Ansprache zum Richtfest. Die Baukosten betragen rund 5,3 Millionen Euro. Der Freistaat unterstützt das Vorhaben mit rund 2,4 Millionen Euro aus dem Investpaket „Brücken in die Zukunft“.

Mit der Fertigstellung sind die Bauarbeiten auf dem vergrößerten Schulcampus noch nicht vorbei. Denn im Anschluss steht die umfassende Modernisierung des Altbaus an. Dieser genügt seit Jahren nicht mehr den Anforderungen an den Brandschutz sowie den Schulbetrieb der heutigen Zeit. So fehlen in dem historischen Gebäude die notwendigen Kursräume für die elften und zwölften Klassen sowie ein barrierefreier Zugang. Knapp fünf Millionen Euro wird die Sanierung kosten.

Von Silvio Kuhnert