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Umland Radweg an S 161 zwischen Stürza und Heeselicht gefordert
Region Umland Radweg an S 161 zwischen Stürza und Heeselicht gefordert
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18:24 16.07.2019
Symbolbild.
Symbolbild. Quelle: Archiv
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Stolpen/Dresden

Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen appelliert an das sächsische Verkehrsministerium, im Zuge des Rückbaus der Staatsstraße 161 zwischen dem Dürröhrsdorf-Dittersbacher Ortsteil Stürza und dem Stolpener Ortsteil Heeselicht einen Radweg zu bauen. „Der Radwegebau bleibt offenbar ein ungeliebtes Kind der sächsischen Straßenbauverwaltung. Wer das Radfahren auf dem Land schnell sicherer machen will, muss Kreativität ermöglichen und pragmatische Lösungen finden“, so Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion.

Wie ihre Anfrage an Verkehrs- und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ergab, droht sich bei der Hohnsteiner Straße (S 161) der gleiche Fehler wie beim Rückbau der ehemaligen Rennstrecke auf der Staatsstraße S 163 bei Hohburkersdorf zu wiederholen. Als die Fahrbahn dieser Straße im Jahr 2017 zwischen dem Abzweig Stürza und Hohburkersdorf von ehemals zehn Meter auf sieben Meter Breite geschmälert wurde, hatte man die Gelegenheit nicht genutzt, auf dem frei gewordenen Bereich der Straße einen Radweg anzulegen. „Trotz vielfältiger Hinweise von engagierten Bürgern und vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hatte das Landesamt für Straßenbau stur seinen Plan an der S 163 durchgezogen“, beklagt die Abgeordnete.

Der Grund, warum im Zuge des Straßenrückbaus kein Radwegebau erfolgte, lag ihrer Meinung nach an der zu niedrigen Priorität, die ein Radweg entlang der S 163 in der Radverkehrskonzeption Sachsen genoss. In dem Papier ist er in der Kategorie C gelistet.

Diese Priorität genießt ebenfalls nur ein Radweg auf einem Teilabschnitt entlang der S 161. Ein anderer Abschnitt ist in der Klasse B gelistet. Kategorie B bedeutet, dass eine Realisierung voraussichtlich erst nach 2025 erfolgt. In der Klasse C wird die Notwendigkeit erst noch geprüft.

„Die Prioritätsliste der Radverkehrskonzeption darf doch nicht verhindern, dass ein Radweg gebaut wird, wenn dies ohne großen Mehraufwand möglich ist“, meint Meier. Sie fordert daher, vor dem anvisierten Beginn des Rückbaus der S 161 Anfang 2020 das Anlegen eines Radwegs mit einzuplanen.

Von S.K.