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Umland Radfahrer fühlen sich in Radebeul gefährdet
Region Umland Radfahrer fühlen sich in Radebeul gefährdet
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17:46 07.05.2019
Symbolfoto. Quelle: dpa
Radebeul

Das Ergebnis von Radebeul beim jüngsten Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) war nicht berauschend. 78 Prozent der Radebeuler fühlen sich beim Radfahren in der Stadt gefährdet. Nicht nur das Sicherheitsgefühl bewerteten jene 305 Einwohner, die bei der seit 2012 aller zwei Jahre stattfindenden Online-Befragung teilgenommen haben, kritisch, 82 Prozent fühlen sich mit dem Rad auch an Baustellen unzureichend geschützt und ebenfalls 82 Prozent vermissen einen guten Winterdienst auf den Radwegen der Lößnitzstadt. 80 Prozent der Radebeuler sind mit der Breite ihrer Radwege unzufrieden und 59 Prozent kritisieren die Oberflächenqualität der Wege.

„Der Fahrradklima-Test zeigt, dass die Radebeuler bei der Förderung des Radverkehrs ein entschiedenes Handeln erwarten“, so Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. Mit einer Gesamtbewertung der Fahrradsituation mit der Note 4,01 liegt Radebeul bundesweit im hinteren Mittelfeld.

Die Forderung nach besseren Bedingungen für Radfahrer wurde bereits wiederholt vorgebracht. Und sie scheint im Rathaus Gehör zu finden. So ruft die Verwaltung die Radebeuler auf, sich an der Erarbeitung eines Radverkehrskonzeptes zu beteiligen. Gelegenheit besteht dazu bei einem Workshop am 29. Mai dieses Jahres ab 17 Uhr im Kulturbahnhof in Radebeul-Ost. Bei der Veranstaltung sollen die Teilnehmer über das Radebeuler Radwegenetz diskutieren sowie Stärken und Schwächen analysieren. Die Ergebnisse des Abends fließen in die weitere Ausarbeitung des Konzeptes ein. Das Papier soll bis zum Ende dieses Jahres vorliegen.

Um Radfahrern eine sichere Alternativroute zur Meißner Straße in Radebeul-West und Zitzschewig zu ermöglichen, hat die Straßenbauverwaltung eine Öffentlichkeitsbeteiligung gestartet. Sie möchte von den Radebeulern wissen, wie ein Radweg zwischen der Winterkehle und der Oberen Johannisbergstraße aussehen könnte. Der Lückenschluss ermöglicht auf kürzestem Weg die Verbindung aus Richtung Wackerbarth zu Johanneskapelle und weiter über den Bischofsweg in Richtung Coswig.

Drei Varianten stehen zur Auswahl, wie der Weg durch den Nacke-Park geführt und der Höhenunterschied dort überwunden werden kann. Die erste Option sieht den Bau eines Dammes entlang der Stützmauer zur Mittlere Bergstraße vor (Kostenpunkt rund 100 000 Euro). Der Dammbau ist allerdings mit erheblichen Eingriffen in das Biotop verbunden. Zudem müsste die historische Treppenanlage zu der ehemaligen Parkanlage abgerissen werden. Bei der zweiten Variante wird der Radweg mittig durch den Park über eine Kombination aus Damm und Steg geführt (135 000 Euro). Bei beiden entspricht die Neigung des Radweges mit 6,7 Prozent nicht den Empfehlungen der einschlägigen Regelwerke.

Die Vorgaben erfüllt mit einem Gefälle von 5,5 Prozent dagegen die dritte Variante. Bei dieser führt der Radweg über einen Damm, der etwa 40 Meter südlich der Mittleren Bergstraße aufgeschüttet wird (105 000 Euro). Hinweise, Anregungen und Stellungnahmen nimmt das Sachgebiet Straßenbau bis zum 29. Mai 2019 per E-Mail an strassenbau@radebeul.de entgegen.

Von Silvio Kuhnert

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