Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Radebeul präsentiert Rechnung für Sanierungsgebiet Radebeul-West
Region Umland Radebeul präsentiert Rechnung für Sanierungsgebiet Radebeul-West
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:22 27.03.2019
Das Sanierungsgebiet Radebeul-West liegt rund um die Bahnhofstraße. Quelle: Silvio Kuhnert
Anzeige
Radebeul

Baulich ist im Sanierungsgebiet „Zentrum Radebeul-West“ noch nicht wirklich viel passiert, dennoch macht die Stadt schon einmal die Rechnung für die Grundstückseigentümer in Form von Ausgleichsbeträgen fertig. Mit dem Ende der Sanierungsmaßnahmen und der Aufhebung der Sanierungssatzung Ende 2023 werden sie definitiv fällig. Wer sie vorher in Form einer Ablösevereinbarung zahlt, kommt in den Genuss eines Nachlasses zwischen 20 und fünf Prozent, wie der Stadtrat beschlossen hat.

Zu den großen öffentlichen Vorhaben zählen der Schulcampus Kötzschenbroda mit dem Neubau einer Oberschule und der Sanierung der bestehenden Schulhäuser für Grundschule und Hort sowie die Neugestaltung der Bahnhofstraße. Zudem können die Eigentümer der rund 40 bebauten Grundstücke Zuschüsse für Instandsetzungen an ihren Häusern beantragen. Durch die Investitionen in das Viertel erhöht sich der Bodenwert der Grundstücke. Den Differenzbetrag zwischen dem Anfangswert, womit der Wert des Baugrunds vor Inkrafttreten des Sanierungsgebietes gemeint ist, und dem Endwert nach Aufhebung der Sanierungssatzung müssen die Eigentümer begleichen. Mit der Ermittlung der Bodenwerte hat sich der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Meißen befasst.

Anzeige

So beträgt die sanierungsbedingte Bodenwertsteigerung nördlich der Bahngleise bis rund um den Kreuzungsbereich an der Meißner Straße 8,11 Euro je Quadratmeter (Endwert: 223,11 Euro je Quadratmeter). Südlich der Bahnstrecke rund um die Bahnhofstraße liegt die Erhöhung des Bodenrichtwerts bei 6,19 Euro je Quadratmeter (Endwert: 219,04 Euro je Quadratmeter). Südlich der Harmoniestraße plus einschließlich des Schulgeländes steigt der Bodenwert um 1,64 Euro auf 181,96 Euro je Quadratmeter. Für den Streifen zwischen Bahndamm und Güterhofstraße haben die unabhängigen Gutachter eine Wertsteigerung um 2,93 auf 45,50 Euro pro Quadratmeter ermittelt.

Wer von den Grundstückseigentümern im Sanierungsgebiet bis Ende 2020 den Ausgleichsbetrag vorzeitig ablöst, bekommt einen Rabatt von 20 Prozent. Im Jahr 2021 gewährt die Stadt einen Nachlass von 15 Prozent, in der ersten Jahreshälfte 2022 von zehn Prozent und im zweiten Halbjahr von fünf Prozent.

Wenn alle Eigentümer vorzeitig eine Ablösevereinbarung mit der Stadt abschließen, kommen rund 220000 Euro zusammen, die für Investitionen in das Sanierungsgebiet zur Verfügung stehen.

Von Silvio Kuhnert