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Umland Radebeul bekommt öffentliches WLan
Region Umland Radebeul bekommt öffentliches WLan
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18:43 23.05.2019
Kostenloser Internetempfang soll fast auf dem ganzen Dorfanger Altkötzschenbroda bald möglich sein. Quelle: Uwe Hofmann,/Archiv
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Radebeul

An neun markanten Punkten in Radebeul ist bald kostenloses Surfen im weltweiten Netz möglich. Der Stadtrat gab am Mittwochabend einstimmig grünes Licht, mehrere WLan-Hotspots im Stadtgebiet zu installieren. Möglich wird dies durch Fördermittel vom Freistaat in Höhe von 132 400 Euro. Der Zuschuss deckt 80 Prozent der Kosten von insgesamt 165 000 Euro ab.

Den Fördermittelantrag hat der Zweite Bürgermeister, Winfried Lehmann (CDU), am 4. Februar dieses Jahres bei der zuständigen Bewilligungsbehörde, der Landesdirektion Sachsen, eingereicht. Am 3. April 2019 traf bereits der Fördermittelbescheid im Rathaus ein. „Wohlgemerkt Antrag und Bewilligung im gleichen Jahr. Das war das schnellste Fördermittelverfahren in meiner Laufbahn“, informierte Lehmann. Nun soll auch rasch die Ausschreibung für Planung, Konzeption, Beschaffung, Installation, Inbetriebnahme und Service der WLan-Hotspots sowie für die erforderlichen Tiefbauarbeiten erfolgen. „Vielleicht können wir noch in diesem Jahr Erfolge feiern“, so Lehmann., womit er die Inbetriebnahme der ersten WLan-Stationen meint.

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Frei zugängliches und drahtloses Internet soll es nicht nur auf dem Dorfanger Altkötzschenbroda geben, wie es die Stadtratsfraktion von Bürgerforum/Grüne 2016 in einem Antrag gefordert hat. Nach langwierigen Untersuchungen möchte die Lößnitzstadt an vielen touristisch bedeutenden Orten WLan anbieten. Dazu zählen die Tourist-Info an der Hauptstraße, die Hoflößnitz, der Karl-May-Hain plus Kassenbereich des Karl-May-Museums, die Sternwarte sowie die Jugendherberge an der Weintraubenstraße.

WLan bekommen auch die beiden Stadtbibliotheken. In Radebeul-Ost soll der Empfang nicht nur auf den Innenbereich des Kulturbahnhof beschränkt sein, sondern auch auf den Vorplatz bis zur Sidonienstraße reichen.

Der größte Gebiet, was die Stadt mit kostenlosem WLan versorgt, liegt in Radebeul-West. Auf dem Dorfanger Altkötzschenbroda soll der Empfang auf rund 400 Meter zwischen Bahnhofstraße und Neuer Straße inklusive des Platzes vor der Friedenskirche möglich sein. Mindestens 2000 Nutzer sollen sich auf dem Anger gleichzeitig in der WLan-Station einloggen können.

Bei den neun Hotspots soll es voraussichtlich nicht bleiben. Lehmann kündigte die Möglichkeit einer zweiten Runde an: „Das WLan-Konzept ist Erweiterungsfähig, beispielsweise um die Bahnhofstraße.“

Standortvorschläge für weitere Hotspots kamen schon aus dem Stadtrat. „Wir sollten auch das Spitzhaus mit einbeziehen“,meinte Linke-Stadtrat Daniel Borowitzki. Denn am benachbarten Bismarckturm machen viele Familien Picknick. „Des Weiteren sollten wir über WLan im Umfeld der Jugendclubs nachdenken“, regte ebenfalls Borowitzki an.

Von Silvio Kuhnert