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Umland Radebeul bekommt einen neuen Blitzer
Region Umland Radebeul bekommt einen neuen Blitzer
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09:30 30.10.2019
Die Waldstraßenblitzer werden von Rasern in Radebeul am meisten bemüht. Quelle: Uwe Hofmann
Radebeul

Die Lößnitzstadt bekommt einen neuen Blitzer. Bis Ende des Jahres werde der neue „Starenkasten“ an der Meißner Straße zwischen Forststraße und Autobahnbrücke aufgestellt und dort den stadtauswärtigen Verkehr überwachen, sagt Ingolf Zill, der im Rathaus für Verkehrsangelegenheiten zuständig ist. Die vier bisher im Stadtgebiet verteilten Blitzer verzeichneten zuletzt eine abnehmende Bilanz.

Breite Straße verleitet zum Schnellfahren

Das ist allerdings nicht der Grund, warum jetzt nachgelegt wird, wie Zill sagt. Nach fünf Jahren ist der Vertrag mit Blitzerbetreiber Jenoptik abgelaufen und musste im Sommer neu vergeben werden. Dabei habe man sich dafür entschieden, gleich den Standort in Radebeul-Ost hinzuzunehmen. „Dort ist die Straße sehr breit und gerade, weshalb in Richtung Dresden oft sehr zügig gefahren wird“, sagt Zill.

Zudem gebe es an der Kreuzung der Meißner mit der Forststraße immer wieder mal Vorfahrtsunfälle. Diese Kreuzung soll zwar eine Ampel erhalten – aber erst, wenn die Meißner Straße in dem Abschnitt saniert wird. Abzusehen ist das noch nicht.

An der Meißner Straße kurz nach der Kreuzung Forststraße stadtauswärts soll bis Ende 2019 ein neuer Blitzer installiert werden. Quelle: Uwe Hofmann

Für vier Jahre mit einer Option auf ein weiteres wurden die neuen Verträge geschlossen, Betreiber ist der alte, Jenoptik, der aber dieses Mal ein deutlich günstigeres Angebot vorlegte: 3,80 Euro muss Radebeul für jeden ertappten Raser an das Unternehmen überweisen. Zuletzt waren es noch 5,90 Euro, wobei sich der höhere Betrag aus den Investitionskosten erklärt.

Nachdem Radebeul lange Zeit keinen festen Blitzer hatte, musste Jenoptik vor fünf Jahren die Radarsäulen neu aufbauen. So oder so werden die geringeren Blitzerbeiträge Kämmerin Kerstin Kramer milde stimmen. Denn die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung befinden sich im Sinkflug.

200 000 Euro weniger Einnahmen als 2017

Wurden 2017 noch reichlich 42 000 Raser von stationären und mobilen Blitzern erwischt, prognostiziert Zill auf Grundlage des ersten Halbjahres 2019 für dieses Jahr etwas mehr als 31 000 Fälle. Der Verkehrsfachmann rechnet in diesem Jahr mit etwa 600 000 Euro Einnahmen aus Buß- und Verwarngeldern, 200 000 Euro weniger als noch vor zwei Jahren.

Weniger Raser in Radebeul

Das habe viel mit einem Gewöhnungseffekt zu tun, sagt Zill. Der blieb in den ersten Jahren, die die neuen Blitzer am Straßenrand standen, bemerkenswerterweise aus, setzt aber nun ein. Zill macht das auch an einer anderen Beobachtung fest: Lag das durchschnittliche Bußgeld vor Jahren noch bei 21 Euro und mehr, sind es jetzt eher 19 Euro.

Autofahrer in Radebeul hätten so langsam mitbekommen, dass die Stadt es in Sachen Verkehrsüberwachung ernst meint, schließt Zill daraus. Es werde weniger und weniger stark gerast. „Das ist genau der Effekt, den wir auch wollen.“

Mehr Parksünder

Der lässt sich im sogenannten ruhenden Verkehr noch nicht beobachten. Damit sind parkende Autos gemeint, von denen zu viele falsch abgestellt werden. Weil sich die Klagen häuften, ging Radebeul in die Offensive und schaffte 2017 zwei neue Stellen im Ordnungsamt für Außendienstler. Sechs statt vier Mitarbeiter verteilen seither Knöllchen – und das mit vollen Händen, wie die Statistik zeigt.

Genau 5187 Falschparker wurden 2017 notiert, fast 12 000 waren es im vergangenen Jahr und für dieses prognostiziert Zill mehr als 15 000 – eine Verdreifachung in zwei Jahren. Reichlich 200 000 Euro aus Strafzetteln erwartet er in diesem Jahr, 2017 waren es noch 73 709 Euro. „Wir merken nicht, das sich das Verhalten der Autofahrer ändert, was aber auch daran liegt, dass wir jetzt mehr im Nebenstraßennetz unterwegs sind, wo es vorher kaum Kontrollen gab“, sagt Zill.

Schwerpunkte seien nach wie vor Radebel-Ost, Kötzschenbroda und Radebeul-Mitte, dort besonders im Umfeld des Haltepunkts Radebeul-Weintraube.

Daten der stationären und mobilen Blitzer

Von Uwe Hofmann

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