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Umland Problem mit versperrten Wegen – Kretschmer besucht Nationalpark Sächsische Schweiz
Region Umland

Problem mit versperrten Wegen – Kretschmer besucht Nationalpark Sächsische Schweiz

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12:34 11.06.2021
Michael Kretschmer (CDU, l), Ministerpräsident von Sachsen, steht während eines Besuchs im Nationalpark Sächsische Schweiz neben Ulrich Voigt, Ehrenvorsitzender des Sächsischen Bergsteigerbund. Anlass ist die mögliche Sperrung beliebter Wanderwege als auch die Ausbreitung des Borkenkäfers im Nationalpark.
Michael Kretschmer (CDU, l), Ministerpräsident von Sachsen, steht während eines Besuchs im Nationalpark Sächsische Schweiz neben Ulrich Voigt, Ehrenvorsitzender des Sächsischen Bergsteigerbund. Anlass ist die mögliche Sperrung beliebter Wanderwege als auch die Ausbreitung des Borkenkäfers im Nationalpark. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Bad Schandau

Nach einem Hilferuf von Kommunen und Touristikern hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den Nationalpark Sächsische Schweiz besucht. Hintergrund sind versperrte Wanderwege durch umgestürzte Bäume nach Dürre und Borkenkäferbefall. „Der Borkenkäfer hat extrem zugeschlagen“, sagte der Regierungschef am Donnerstag bei einem Besuch in Bad Schandau. Sachsenforst und Nationalparkverwaltung hätten viel unternommen, um die Wege freizuschneiden. Sie seien aber nicht an jeder Stelle hinterhergekommen. Daher gebe es mancherorts ein Betretungsverbot.

Mehr Kapazitäten und finanzielle Mittel versprochen

Zuvor hatten sich Landrat Michael Geisler (CDU), mehrere Bürgermeister sowie der Tourismusverband Sächsische Schweiz und der Sächsische Bergsteigerbund in einem Brief an Kretschmer gewandt. Sie sorgen sich um die Zukunft des Elbsandsteingebirges als Tourismusregion.

Neben den Einschränkungen für Tourismus machte Landrat Geisler auch Sicherheitsbedenken geltend. Durch die Sperrungen seien Rettungswege nicht passierbar, das Totholz könne zudem zu Waldbränden führen.

Kretschmer versprach, das Wegenetz nicht zu reduzieren. Das könne allerdings im Einzelfall dauern, weil manche Wege mit schwerem Gerät nur schwer zugänglich seien. Von März bis August könnten zudem wegen des Naturschutzes keine schweren Arbeiten im Wald durchgeführt werden. Kretschmer kündigte an, Kapazitäten und finanzielle Mittel durch den Freistaat zur Verfügung zu stellen.

Bis August sollen die Behörden laut Kretschmer die notwendige Genehmigungen vorlegen, um dann rasch mit Aufräum- und Fällarbeiten beginnen zu können. Der Bergsteigerbund schlägt ein Monitoringsystem vor, dass dafür sorgt, dass gefährdete Bäume entlang der Wanderwege außerhalb der Brut- und Vegetationszeit schon eher gefällt werden.

Von dpa