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Umland Pirnas Altstadtgassen werden aufgemöbelt
Region Umland Pirnas Altstadtgassen werden aufgemöbelt
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13:00 27.04.2016
Bildhauer Bernhard Männel hat die Murmelschnecke auf der Schmiedestraße gestaltet. Murmeln kann man sich im hinter ihm befindlichen Zoogeschäft ausleihen. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Pirna

Die Stadt Pirna bringt Ordnung in ihre „gute Stube“. In der Altstadt sollen Aufsteller für Werbung oder Warenauslagen nicht mehr wild wuchern, sondern Gestaltungsvorgaben bekommen. Zudem möchte man mit Sitzmöglichkeiten und Spielpunkten den Aufenthalt in den Gassen verschönern. Der Auftakt erfolgte in der Schmiedestraße. Dort stehen nun zwei Bänke, und eine Schnecke aus Sandstein lädt zum Murmelspiel ein. Die Stadt spricht von der Umsetzung eines Möblierungskonzeptes. Was damit gemeint ist, verrät Steffen Möhrs, Fachgruppenleiter Stadtentwicklung im Pirnaer Rathaus.

Steffen Möhrs, Quelle: Stadt Pirna

Die Stadt Pirna beginnt nach und nach mit der Umsetzung eines Möblierungskonzepts für die Altstadtgassen. Bei Möblierung denke ich spontan ans Möbelhaus oder die eigenen vier Wände mit Couch, Schrank, Tisch und Stühlen. Solche Möbel wollen Sie sicher nicht in die Gassen stellen. Was ist mit Straßenmöbeln gemeint?

Steffen Möhrs: Mit dem Gedanken der eigenen vier Wände liegen Sie gar nicht so falsch. Die Pirnaer betrachten ihre Altstadt ja spätestens seit der Altstadtsanierung mit stolzer Brust als ihre „gute Stube“. Damit liegt es ja auf der Hand, für diese Stube auch nach attraktiven Möbeln zu schauen. In erster Linie meinen wir hier vor allem Bänke, Blumenkübel, Spielpunkte und Fahrradständer, auf denen Händler attraktiv und ansprechend werben können.

Welchen Effekt versprechen Sie sich von der Möblierung?

Damit sorgen wir natürlich dafür, dass die aufwendig sanierten Altstadtgassen noch mehr aufgewertet werden. Das Einkaufserlebnis wird somit auch zum Aufenthaltserlebnis. Und wir ordnen damit natürlich auch die Vielfalt der Werbeschilder und Aufsteller vor den einzelnen Läden.

Als erstes wird die Schmiedestraße „aufgemöbelt“. Was soll hier konkret passieren?

In der Schmiedestraße haben wir als Auftakt mit zwei Sandsteinbänken zum Verweilen angefangen. Ein Spielstein in Form einer Murmelschnecke sorgt nun dafür, dass die langatmige Shoppingtour der Eltern für die Kinder ein paar kurzweilige Ablenkungen bereithält.

Stehen in jeder Gasse die gleichen „Möbel“ oder spielen die verschiedenen Namen wie Schuh-, Barbier- oder Töpfergasse bei der Gestaltung eine Rolle?

Natürlich wollen wir auch bewusst mit den verschiedenen Straßennamen der Altstadtgassen spielen. Die Möblierung soll ja vor allem auch für die Anwohner und Händler identitätsstiftend sein und die Besucher neugierig machen. So bekommt zum Beispiel die Schmiedestraße das Hufeisen als Symbol oder die Schuhgasse den passenden Schuh. Und weil auch alle Gassen unterschiedlich in ihrer Größe und Gestalt sind, wollen wir auch unterschiedliche Akzente setzen, die zusammen natürlich wieder ein einheitliches Bild ergeben.

Wird die Stadtverwaltung allein die Möblierung vornehmen oder können auch Händler, Ladeninhaber sowie Hauseigentümer selbst aktiv werden?

Das ist von unserer Seite sogar gewollt, dass sich Händler und Hauseigentümer mit einbringen. Wir wollen als Stadt mit der Grundausstattung den entsprechenden Anstoß geben, im Rahmen der Gestaltungsvorgaben selbst mit tätig zu werden.

Wann soll die Möblierung abgeschlossen sein?

Mit der Schmiedestraße haben wir nun einen ersten Schritt getan. Die weiteren Schritte werden wir gemeinsam in den nächsten Jahren gehen. Dabei haben wir natürlich noch in der einen oder anderen Gasse, die Arbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden abzuwarten. Die Gestaltung soll sich über die Jahre entfalten können. Finanziell sollen die Investitionen in den nächsten Haushaltsplan mit eingearbeitet werden. Ein endgültiges Schlussdatum für die Stadtmöblierung ist von uns nicht vorgesehen.

Von Silvio Kuhnert

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