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Umland Pirnaer wünschen sich Saal für Tanz und Konzerte
Region Umland Pirnaer wünschen sich Saal für Tanz und Konzerte
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14:13 12.12.2019
Das Gasthaus „Weißes Roß“ ist seit über zwei Jahren geschlossen. Quelle: Silvio Kuhnert
Pirna

Pirna braucht unbedingt einen Veranstaltungsort für Konzerte, Gastspiele zum Beispiel der Landesbühnen Sachsen.“ Diese Aussage war auf den Fragebögen einer wissenschaftlichen Studie über die Freizeitaktivitäten der Einwohner der Sandstein-Stadt am häufigsten zu lesen.

Die Untersuchung hatte die Stadtverwaltung bei der Hochschule Zittau/Görlitz in Auftrag gegeben. „Das Fehlen eines Kulturzentrums beklagen Probanden aller Altersgruppen“, fassten die beiden Professoren, Matthias Munkwitz und Falk Maiwald, von der Fakultät Management- und Kulturwissenschaften als ein zentrales Ergebnis zusammen.

805 Pirnaer äußerten ihre Wünsche

So vermisst die Altersgruppe der Schüler eine Diskothek (40 Nennungen). In den Altersklassen ab 50 ist der Wunsch nach einem Tanz- (102 Nennungen) oder Konzertsaal (98 Nennungen) besonders stark. Diese Angaben kamen von den Teilnehmern der Befragung selbst, ohne dass sie danach explizit gefragt wurden. Unter der offenen Frage, welche Kultureinrichtungen sie vermissen, äußerten sie diese Wünsche.

Für ihre Studie wählten die beiden Wissenschaftler 3500 Einwohner aus und schickten ihnen einen mehrseitigen Fragebogen zu. 805 kamen ausgefüllt wieder zurück. „Mit einer Rücklaufquote von 23 Prozent sind wir sehr zufrieden“, sagte Maiwald.

Mehrzahl der Befragten fühlt sich relativ zufrieden

Die Befragung erfolgte im November und Dezember vorigen Jahres. Rund 100 000 Daten musste das Wissenschaftlerteam in seine Rechner eingeben. Zudem hatten zahlreiche Probanden handschriftliche Anmerkungen gemacht. „Die Auswertung war sehr aufwendig“, nannten Maiwald und Munkwitz als Grund, warum sie das Abschlussergebnis erst jetzt präsentieren konnten.

Die Mehrzahl der Befragten fühlt sich Pirna stark verbunden und relativ zufrieden. Es stellte sich heraus, dass die Pirnaer sportlich sehr aktiv sind. So gaben 46 Prozent an, mindestens einmal wöchentlich Sport zu treiben, 9,4 Prozent sogar täglich.

Auf Grundlage der Studienergebnisse möchte die Verwaltung mit dem Stadtrat in die Diskussion treten, ob dieser eine Veranstaltungsstätte schaffen möchte. Als Kulturhaus kommen laut OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) ein Neubau oder eine Reaktivierung des geschlossenen Gasthofes „Weißes Roß“ infrage. Der Saal des einstigen Hotels „Schwarzer Adler“ ist wohl aus dem Rennen. Denn dieser ist zu klein.

Von Silvio Kuhnert

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