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Umland Pirnaer Rettungsschwimmer holen mit neuem Rekord Deutschen Meistertitel
Region Umland Pirnaer Rettungsschwimmer holen mit neuem Rekord Deutschen Meistertitel
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18:31 13.10.2019
Die strahlenden Sieger: Christian Thorhauge (v.l.n.r.), Vincent Wende, Per Odrich, Riad Drekovic und Magnus Bergmann. Quelle: Daniel Förster
Pirna/Meißen

Deutscher Rekord in der Rettungsstaffel: Junge Rettungsschwimmer vom Bezirk „Obere Elbe“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Pirna haben im westfälischen Hagen den Deutschen Meistertitel an Land gezogen. Das Team der 13- und 14-jährigen Jungen mit Magnus Bergmann, Riad Drekovic, Per Odrich, Christian Thorhauge und Vincent Wende gewann Gold. Ein derartiger Erfolg ist den aktiven Rettungssportlern aus der Sächsischen Schweiz zuletzt vor 18 Jahren gelungen.

Pirnaer Jugendlichen mit ihrem besten Ergebnis überhaupt

Die 4 mal 50 Meter Rettungsstaffel absolvierten die jungen Lebensretter in einer Zeit von 2:02,49 Minuten. Das Quintett unterbot damit bei den 47. Deutschen DLRG-Mehrkampf-Meisterschaften im Westfalenbad die bisherige Bestmarke um vier Sekunden. In der Puppenstaffel schrammte die Mannschaft mit einer Sekunde am Deutschen Rekord vorbei. Mit fast 4000 Gesamtpunkten erzielten die Pirnaer Jugendlichen in ihrer Altersklasse das bislang beste Ergebnis bei einer Deutschen Meisterschaft, verrät die Statistik. Auf Platz zwei landete das Team aus Bad Wünnenberg (Nordrhein-Westfalen) und Bronze ging an die Staffel aus dem Halle-Saalekreis (Sachsen-Anhalt). Mit dem Sieg der 13- und 14-Jährigen erreichten nach 2001, als die 15- und 16-Jährigen jungen Männer aus Pirna mit ihrer Staffel Deutsche Meister worden, zum zweiten Mal Schützlinge von Landestrainerin Imke Odrich die deutsche Spitze.

Das Team der zwölfjährigen Mädchen mit Alma Drekovic (Heidenau), Emma Ebert (Pirna), Fiona Kirbach (Pirna), Marlen Klose (Pirna) und Marie Leuteritz (Stadt Wehlen) konnte sich gegenüber den Sachsenmeisterschaften erheblich verbessern und kam im nationalen Vergleich auf den fünften Platz unter 24 Staffeln. Damit erfüllte es ihr selbstgestecktes Ziel, unter die Top Zehn zu kommen. Die Mannschaft der Männer, das dritte Pirnaer Team, mit Marcus Diller, Justus Feron, Alexander Fiel, Christian Jentzsch und Farshid Mahmoudi, landete mit einem 15. Platz im Mittelfeld.

Meißen ebenfalls in den Top Ten

Auch die Abordnung mit Rettungsschwimmern aus Meißen vom Bezirk „Niederes Elbtal“ behauptete sich weitestgehend in den Top Zehn. So belegten die elf- und 12-jährigen Jungen den vierten Platz, die Mädchen der Altersklasse 13/14 wurden sechste und die jungen Männer der Altersklasse 17/18 landeten auf dem elften Platz.

In Hagen, dem „Tor zum Sauerland“ standen am 12. und 13. Oktober insgesamt rund 1200 der besten Rettungsschwimmer aus der ganzen Bundesrepublik im Wettbewerb nach internationalem Regelwerk. Bei der 4 mal 50 Meter Rettungsstaffel sind folgende Aufgaben zu meistern: Der erste Starter schwimmt 50 Meter Freistil mit Flossen, der folgende taucht 25 Meter mit Flossen und schwimmt 25 Meter in Freistil und holt eine mit Wasser gefüllte Puppe vom Boden an die Wasseroberfläche. Der dritte übernimmt die Puppe und schleppt diese über 50 Meter. Der Schlussschwimmer schwimmt mit Flossen und schleppt die Puppe über 50 Meter ins Ziel.

Auch in den Einzelwettkämpfen gab es Erfolge.

Der Medaillenregen ging auch bei den Einzelwettkämpfen weiter. Am späten Sonntagnachmittag wurde Vincent Wende aus Gohrisch Deutscher Vizemeister. Der 14-Jährige musste sich nach einem beherzten Kopf-an-Kopf-Rennen einem Gleichaltrigen aus dem nordrhein-westfälischen Hochneukirch (Ortsteil der Stadt Jüchen im Rhein-Kreis Neuss) geschlagen geben. Kurz vor der finalen Disziplin 50 Meter Retten mit Flossen hatte Wende nur wenige Hundertstel Sekunden Rückstand. Landestrainerin Imke Odrich ist mit dem Resultat trotzdem „sehr zufrieden“: „Vincent hat sich enorm gesteigert, ist in allen Disziplinen persönliche Bestzeiten geschwommen .Mit seinem Ergebnis erreicht er bereits die D/C Kadernorm auf Bundesebene“. Bei den Landesmeisterschaften im Mai war der Rettungssportler bereits sächsischer Punktsieger geworden. Noch vor zwei Jahren hatte Vincent Wende bei der DM das Treppchen knapp verfehlt und war Vierter geworden. Sein Teamkollege Riad Drekovic aus Heidenau landete diesmal auf dem zwölften Platz.

Unaufhaltsam für die Konkurrenz war erneut Undine Lauerwald aus Meißen. Die 16 Jahre alte Junioren-Europameisterin und mehrfache Deutsche Meisterin war wegen besserer Trainingsbedingungen im Sommer an die Sportschule Halle gewechselt und sprang deshalb diesmal für die DLRG Halle-Saalekreis ins Wasser. Sie verteidigte ihren Titel als Deutsche Meisterin nunmehr in der Altersklasse der 17- und 18-Jährigen.

Weitere Platzierungen der Nachwuchsrettungsschwimmer vom DLRG Bezirk „Niederes ElbtalMeißen: AK 12 männlich: Richard Däbler – 4. Platz, Hannes Birke – 5. Platz, Niklas Birke – 12. Platz. AK 13/14 weiblich: Gina Zech – 6. Platz.

Von Daniel Förster

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