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Umland Pirna soll sicherer werden
Region Umland Pirna soll sicherer werden
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16:24 09.02.2019
Polizeirat Candy Sommer (r.), Leiter vom Polizeirevier Pirna, und Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke stellten im kleinen Ratssaal des Rathauses Pirna das Präventionsnetzwerk Pirna vor. Quelle: Daniel Förster
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Pirna

Im vergangenen Sommer haben sich in Pirna soziale Konfliktpunkte offenbart: Am Friedenspark und am Ernst-Thälmann-Platz in Zentrumsnähe fanden immer wieder Trinkgelage statt. Die Parkanlagen wurden verschmutzt, neue Bänke demoliert und Anwohner durch laute Randalierer belästigt. Der Stadtrat verhängte daraufhin ein Alkoholverbot für beide Orte. Damit wurde zwar das Symptom bekämpft, nicht aber die Ursache des besonderen Sozialklimas. Das soll sich jetzt ändern.

Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) und Polizeirevierleiter Candy Sommer gaben am Freitag den Startschuss für das neue Präventionsnetzwerk Pirna. Mit diesem Gremium soll die bisherige Arbeit zur Kriminalitätsprävention sinnvoller strukturiert und zentral gebündelt werden. Hilfe erhält Pirna dabei vom Land: Die Große Kreisstadt ist Mitglied der neuen „Allianz Sichere Sächsische Kommunen“ (ASSKomm). Über dieses Bündnis unterstützt der Freistaat finanziell und strukturell kommunale Präventionsnetzwerke.

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Künftig leitet eine Lenkungsgruppe unter Vorsitz von Hanke und Sommer in Pirna die Geschicke der Präventionsarbeit. Die Gruppe setzt sich aus Mitarbeitern des Rathauses und des Landkreises, der städtischen Wohnungsgesellschaft und sozialen Vereinen zusammen. Auch die „Arbeitsgruppe Soziale Stadt“ und die „Multiplikatorenrunde Asyl“ sind eingebunden.

Die verschiedenen Träger sollen Projekte für die jeweiligen Stadtteile entwickeln und vor Ort zur Verbesserung des sozialen Klimas beitragen. „Prävention bedeutet immer Kommunikation mit allen Beteiligten“, sagte Hanke und bezeichnete das Netzwerk als „Seismograph für sozial-klimatische Lagen“.

Das Gremium steckt zwar in den Kinderschuhen, konkrete Vorhaben gibt es noch nicht. „Wir wollen aber unbedingt mit der Arbeit beginnen“, sagte Sommer. Zuerst soll eine fundierte Analyse Aufschluss darüber geben, welche Schwerpunkte gesetzt werden. Die Ruhestörungen auf dem Sonnenstein könnten hier beispielsweise ein Thema sein. Anschließend werden Strategien entwickelt, um soziale Brennpunkte zu entschärfen.

Zwar ist die Zahl der Straftaten in Pirna im vergangenen Jahr gesunken, dennoch sei die Kriminalitätsfurcht innerhalb der Bürgerschaft weiterhin präsent, so Sommer: „Wir möchten daher nicht nur die tatsächliche Sicherheitslage verbessern, sondern den Bürgern auch ein stärkeres Sicherheitsgefühl geben.“

Von Junes Semmoudi