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Umland Pirna plant ein offenes WLAN-Netz im Stadtzentrum
Region Umland Pirna plant ein offenes WLAN-Netz im Stadtzentrum
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08:48 19.12.2017
Seit über einem Monat steht den Besuchern der Stadt Pirna auf dem Marktplatz kostenloses WLAN zur Verfügung.
Seit über einem Monat steht den Besuchern der Stadt Pirna auf dem Marktplatz kostenloses WLAN zur Verfügung. Quelle: dpa
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Pirna

Seit über einem Monat steht den Besuchern der Stadt Pirna auf dem Marktplatz kostenloses WLAN zur Verfügung. Eine Stunde lang können sie vor dem Canalettohaus auf dem Obermarkt im Internet surfen. Bei diesem Hotspot soll es nicht bleiben. Auf der jüngsten Stadtratssitzung präsentierte die Verwaltung ein Konzept zur Entwicklung eines öffentlichen WLAN-Netzes.

Mobile Internetnutzung ist ein fester Bestandteil des Alltags geworden. Ob Smartphone, Tablet oder Laptop – mindestens eines dieser Geräte hat fast ein jeder bei der Hand, um auch unterwegs ins weltweiten Netz zu gelangen. „Der Einsatz von offenen WLAN-Netzen birgt ein enormes wirtschaftliches, touristisches und gesellschaftliches Potenzial für die Entwicklung einer Kommune“, meint die Fachgruppe Stadtentwicklung im Pirnaer Rathaus. Mit dem Angebot von öffentlich nutzbaren Zugangspunkten möchte sie die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigern. „Dies kann dazu führen, dass mehr Menschen über längere Zeit in der City verweilen und erhöht natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Konsum steigt. Das WLAN trägt somit aktiv zur lebendigen Innenstadt bei“, lautet die Hoffnung der Verwaltung.

Als nächsten Schritt sollen nach dem Hotspot auf dem Marktplatz weitere auf den Haupteinkaufsmeilen Dohnaische, Garten- und Breite Straße folgen. Danach sind Gassen der Altstadt dran. In der vierten Ausbauphase kommen touristisch relevante Standorte wie der Busbahnhof, die Elbwiesen und der Schlossberghang in Betracht. Im Stadtteil Copitz sind Hotspots an der Hauptstraße, am Stadtteiltreff, am Elbeparkplatz und Burglehnpfad geplant. Im letzten Ausbauschritt sollen noch welche am Jagdschloss Graupa und Landschloss Zuschendorf folgen.

Rund 13000 Euro müsste die Stadt in den Aufbau eines öffentlichen WLAN-Netzes investieren. Rund zwei Jahre hat sie für eine Realisierung an Zeit eingeplant. Denn Voraussetzung für eine Umsetzung ist, dass Fördermittel in Höhe von 80 bis 100 Prozent aus verschiedenen Digitalisierungsprogrammen fließen.

Das offene WLAN-Netz ist primär ein touristisches Angebot.„Es geht nicht um eine Grundversorgung der Bürger“, stellt die Verwaltung klar. Denn alle Pirnaer mit schnellem Internet zu versorgen, ist eine andere investive Hausnummer. In den vergangenen Jahren haben private Anbieter bereits ihre Netze ausgebaut. Doch es bleiben sogenannte „weiße Flecken“ wie die Ortsteile Neundorf, Rottwerndorf, Ober- und Niedervogelgesang sowie Oberposta und das Gewerbegebiet an der B 172. Um die Breitbandversorgung auch dort zu verbessern, strebt die Stadt den Bau eines Glasfasernetzes an. In dem Zuge möchte sie auch alle ihre Schulen mit sogenannten Gigabit-Anschlüssen ausstatten. Kostenpunkt: über 10,1 Millionen Euro. Rund eine Million Euro muss die Stadt nach derzeitigem Stand selbst aufbringen, den Bärenanteil der Investitionssumme hofft sie mittels Zuschüssen aus Fördertöpfen finanzieren zu können. Die Realisierung wird über den Doppelhaushalt 2019/20 angestrebt.

Von Silvio Kuhnert

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