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Umland Parkplatz am Spitzhaus – notwendig oder überdimensioniert?
Region Umland Parkplatz am Spitzhaus – notwendig oder überdimensioniert?
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16:23 19.07.2019
Auf dem Foto ist das Spitzhaus aus der Luft zu sehen. Auf der Wiese dahinter soll der Parkplatz entstehen. Quelle: Foto: Jürgen-M. Schulter/Archiv
Radebeul

Zur besseren Erreichbarkeit sowie für eine verbesserte Parksituation an Spitzhaus und Bismarckturm startet in Radebeul am Montag eine Bürgerbeteiligung. Einen Monat lang liegt der Bebauungsplan Nr. 87 „Spitzhausstraße“ im Rathaus zur Einsichtnahme und für Stellungnahmen aus. Die Pläne für das ehemalige Gärtnereigrundstück gegenüber der weithin sichtbaren Ausflugsgaststätte auf der Hangkante des Elbtals sind im Stadtrat nicht unumstritten.

Für die touristische Erschließung der neuen Aussichtsplattform auf dem Bismarckturm – die Eröffnung ist am 8. September dieses Jahres geplant – möchte die Lößnitzstadt neue Parkflächen im Ortsteil Wahnsdorf schaffen. Auf dem brachliegenden Areal auf der anderen Straßenseite vom Spitzhaus sind um die 65 Stellplätze angedacht, die über eine ringförmige Straße erschlossen werden. Wenn alles nach Plan läuft, könnte im kommenden Jahr Baubeginn sein.

Als völlig „überdimensioniert“ geißelten wiederholt die Stadtratsfraktionen Bürgerforum/Grüne und SPD das Vorhaben. „Die gigantische Flächenversiegelung halten wir nicht für verhältnismäßig“, sagte Eva Oehmichen, Stadtratsfraktionschefin von Bürgerforum/Grüne, auf jener Bauausschusssitzung, auf der die Entscheidung zur Auslegung des B-Plans getroffen wurde. Sie stimmte dagegen. SPD-Fraktionschef enthielt sich der Stimme nur deshalb, um der Bürgerbeteiligung nicht im Wege zu stehen. Auch er sieht die Parkplatzpläne kritisch. „Eine kleinere Lösung wäre mir lieber gewesen“, so Gey.

Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) verwies darauf, dass es sich bei dem B-Plan um die logische Konsequenz des Grundsatzbeschlusses zum Einbau der Treppe in den Bismarckturm im Jahr 2016 handle. „Die jetzige Lösung war damals schon vorgezeichnet“, rief er in Erinnerung. Als der Stadtrat vor drei Jahren den Umbau des Bismarckturms zu einem Aussichtsturm billigte, stimmte er auch der Umfeldgestaltung zu. Schon damals war an die Beschlussvorlage eine Anlage mit einer Planzeichnung für das Gärtnereigelände angehängt. Darauf ist ein großer Parkplatz und die Ringstraße deutlich zu erkennen. Gegen den Grundsatzbeschluss gab es 2016 keine Gegenstimme im Stadtrat.

Die jetzige planerische Lösung hat die Stadtverwaltung zusammen mit dem Ortschaftsrat Wahnsdorf und den betroffenen Eigentümern in einem langwierigen Abstimmungsprozess erarbeitet. Ziel ist es, die Verkehrssituation in dem Areal um Spitzhaus und Bismarckturm zu verbessern. Bislang ist für Gäste, die mit dem Pkw kommen, an der Grenze zur Wohnbebauung Schluss. Sie müssen ihr Fahrzeug an den Schrägstellplätzen entlang der Spitzhaustreppe abstellen und einige Meter bis zur Gaststätte zu Fuß laufen. Denn die Straße vor dem Spitzhaus ist sehr eng. Sie endet auf dem Platz vor Bismarckturm, auf dem bislang wegen fehlender Alternativen auch schwere Fahrzeuge wie Lkw sowie Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge wenden müssen – mehr wild als geordnet. Busse haben überhaupt keine Möglichkeit bis vor das Spitzhaus zu fahren und in der Nähe zu parken.

Um diese Defizite abzustellen, sollen künftig auch größere Fahrzeuge bis vor das Spitzhaus fahren können. Von dort aus biegen sie nach rechts auf die neue Straße ab, die über das Gärtnereigelände führt, an dessen Nordende gibt es wieder eine Rechtskurve und die Fahrbahn führt wieder auf die Spitzhausstraße.

Über die Ringstraße sollen künftig auch Busse rollen können, was perspektivisch eine Anbindung an das ÖPNV-Netz möglich macht. Parkmöglichkeiten für Touristenbusse möchte die Lößnitzstadt auf den jetzigen Schrägparkplätzen entlang der Spitzhausstraße schaffen. „Dadurch fällt die Hälfte der Pkw-Parkplätze dort weg“, merkt Wansdorf Ortsvorsteher, Siegfried Schneider, an. Als Kompensation sind die neuen Stellplätze gegenüber dem Spitzhaus gedacht. Dort möchte die Stadt zudem ein öffentliches WC bauen. Da die Stellfläche nur einen kleinen Teil des früheren Gärtnereigeländes in Anspruch nimmt, finden auf dem Areal noch bis zu sieben Eigenheime einen Platz.

Der B-Plan hängt vom 22. Juli bis 23. August dieses Jahres im Schaukasten im Technischen Rathaus aus. In dieser Zeit können schriftlich Anregungen und Hinweise abgegeben werden. Der B-Plan ist auch über die Internetseite der Stadt unter www.radebeul.de sowie über das zentrale Landesportal Bauleitplanung unter www.bauleitplanung.sachsen.de einsehbar.

Von Silvio Kuhnert

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