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Umland Neues Finanzamt in Pirna soll eigene Anschrift bekommen
Region Umland Neues Finanzamt in Pirna soll eigene Anschrift bekommen
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09:59 29.10.2016
Weil das einstige Waisenhaus von Pirna Teil des Gebäudeensembles des neuen Finanzamtes ist, soll der Vorplatz Waisenhausplatz heißen. Quelle: Silvio Kuhnert
Pirna

Sachsen Finanzminister Georg Unland (CDU) bekommt eventuell doch noch eine neue Anschrift für sein neues Großfinanzamt in Pirna. Auf der nächsten Stadtratssitzung steht die Taufe des Vorplatzes in Waisenhausplatz auf der Tagesordnung. Die Stadtverwaltung hat mit der Namensgebung keine Probleme.

Die Clara-Zetkin-Straße in Pirna erregte im vergangenen Jahr die Gemüter. Finanzminister Unland schien so seine Probleme mit dem Namen der Frauenrechtlerin und Kommunisten zu haben, zumal dieser künftig auf dem Briefkopf des neuen Großfinanzamtes stehen wird. Die Adresszeile wollte ihm nicht schmecken, weshalb er sowohl beim symbolischen Spatenstich als auch beim Richtfest den Wunsch an die Stadtoberen richtete, den Straßenzug in Waisenhausstraße umzutaufen.

Die Entrüstung war groß und der Stadtrat zeigte Sachsens Finanzchef die kalte Schulter. Denn sein Wunsch schaffte es nicht einmal in den allgemeinen Geschäftsgang. Der Ältestenrat, in welchem die Fraktionsvorsitzenden vertreten sind, lehnte es ab, dass OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) mit seiner Verwaltung überhaupt einen entsprechenden Antrag zur Umbenennung vorbereiten soll. Gründe für die Ablehnung gab es viele: zum einen natürlich die Person selbst und ihre Verdienste unter anderem um das Wahlrecht der Frauen. Zum anderen hätte eine Änderung einen enormen persönlichen und auch finanziellen Aufwand für alle Anwohner der Clara-Zetkin-Straße bedeutet. Denn sie hätten nicht nur auf ihrem Pass ihre Anschrift ändern müssen.

Auf Vorschlag des Staatsbetriebs Immobilien und Baumanagement (SIB), der das Finanzamt für Unland baut, soll nun nicht mehr der ganze Straßenzug umbenannt werden, sondern nur der Vorplatz den Namen Waisenhausplatz bekommen, der gleichzeitig als künftige Adresse des Finanzamtes dient.

Die Stadtverwaltung unterstützt den Kompromissvorschlag. Denn seit 1814 beherbergte das Hauptgebäude des ehemaligen Wohnhofes, den der erfolgreiche Verteidiger des Sonnensteins im Dreißigjährigen Krieg, Oberstleutnant Johann Siegmund von Liebenau, auf dem Areal errichten ließ, das Kreiswaisenhaus Pirna. „Über hundert Jahre lang diente es zur Versorgung verwaister Kinder. Ein gemeinnütziger Verein betreute die Einrichtung, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung genoss“, informiert die Verwaltung. Zu Spitzenzeiten bot der Komplex Platz für 80 Waisen – unter ihnen 50 Knaben und 30 Mädchen. Das vierköpfige Direktorium bestand aus ehrenamtlich tätigen Ärzten, Bürgermeistern, Stadträten, Superintendenten,
Richtern und anderen engagierten Persönlichkeiten des Pirnaer Stadtlebens. Am 1. Oktober 1922 wurde die Anstalt geschlossen. „Um dieses Andenken für zukünftige Generationen zu bewahren und das gezeigte soziale Engagement der Betreiber in vergangenen Zeiten zu würdigen“, befürwortet die Verwaltung eine Taufe in Waisenhausplatz.

Von Silvio Kuhnert

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