Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Neue S 177 von A 4 bis Radeberg erst in zwei Jahren fertig
Region Umland Neue S 177 von A 4 bis Radeberg erst in zwei Jahren fertig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:36 18.02.2020
Der eigentliche Straßenbau südlich der A 4 soll im kommenden Frühjahr beginnen. Quelle: DNN-Archiv
Radeberg/Wachau

Die Einwohner des Wachauer Ortsteils Leppersdorf können dieses Jahr noch nicht auf ei­ne Erlösung vom Durchgangsverkehr hoffen. Sie müssen noch weitere zwei Jahre die Belastung durch rund 10.000 Fahrzeuge täglich ertragen. Der Grund: Die im Bau befindliche Ortsumgehung, die neue Staatsstraße 177 von der Autobahn 4 bis Radeberg wird nicht, wie ursprünglich avisiert, 2020 fertig. Die Fertigstellung beziehungsweise Ver­kehrsfreigabe sei für das Jahr 2022 geplant, teilte Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) auf eine Parlamentsanfrage des Landtagsabgeordneten Frank Peschel (AfD) mit.

Viele Brücken und Hochwasserrückhaltebecken

Im September 2017 erfolgte der Startschuss für das 5,3 Kilometer lange Teilstück der neuen Verbindung, die einmal die A 4 ab der Anschlussstelle Pulsnitz mit der A 17 bei Pirna verbinden soll. Zu den insgesamt zwölf Bauwerken entlang der künftigen Schnellstraße bis Radeberg zählen unter anderem die Errichtung einer Brücke über die Autobahn samt Verlegung der Auf- und Abfahrt, zwei Hochwasserrückhaltebecken sowie drei Wildbrücken.

Die rot markierte Straße zeigt den Verlauf der neuen Trasse zwischen A 4 und Radeberg, die Leppersdorf vom Lkw-Verkehr befreien soll. Quelle: Lasuv

Als Grund für die spätere Fertigstellung nennt Dulig ziemlich vage eine veränderte Ablaufplanung. Das zu seinem Ministerium gehörende Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wird auf Nachfrage konkreter. „Die Vergabe der Leistungen konnte nicht der ursprünglichen Terminkette entsprechend erfolgen“, erklärt Behördensprecher Franz Grossmann.

Um den Streckenbau bautechnologisch zu optimieren – indem man etwa für die beauftragten Firmen eine durchgängige Baufreiheit gewährleistet und vermeidet, dass sie sich im Bauablauf gegenseitig behindern – habe das Lasuv einzelne Ausschreibungszeitpunkte nochmals betrachtet und besser aufeinander abgestimmt.

3 Millionen Euro Mehrkosten

„Alle Bauwerke südlich der A 4 be­finden sich im Bau oder sind fertiggestellt“, informierte Grossmann. So stehen bereits zwei Überflugbauwerke für Fledermäuse und zwei Brückenbauwerke. Kurz vorm Abschluss befinden sich die beiden Brücken, auf denen die Lichtenberger Straße (K 9250) und Zur Landwehr (K 9254) über die neue S 177 führen. Zwei weitere sind noch mitten im Bau.

Der eigentliche Straßenbau südlich der A 4 soll im kommenden Frühjahr beginnen. Bevor er auch nördlich der Autobahn starten kann, müssen noch zwei Regenrückhaltebecken als Flutschutz für Leppersdorf errichtet werden. Dafür läuft gegenwärtig das Vergabeverfahren. „Auch hier sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2020 starten“, berichtete Großmann.

Die Gesamtbaukosten der Ortsumfahrt Leppersdorf beziffert das Verkehrsministerium aktuell mit rund 53 Millionen Euro. Anfangs war von 50 Millionen Euro die Rede.

Von Silvio Kuhnert

In Pirna haben Vandalen in den vergangenen Monaten ihre Zerstörungswut an Bäumen ausgelassen. Zwei Gewächse müssen gefällt werden, ein dritter Baum ist mittlerweile notgesichert. Die Stadtverwaltung sucht nun Zeugen.

18.02.2020

Vom 22. bis 24. Mai 2020 steht der Radebeuler Lößnitzgrund ganz im Zeichen von „Manitou“. Ab dem heutigen Dienstag gibt es Karten zum 29. Karl-May-Fest zum günstigen Vorverkaufspreis.

18.02.2020

Umweltpolitiker und ökologisch ambitionierte Konsumenten fordern, dass die Industrie Kunststoff – wo möglich – durch naturnahe Materialien ersetzt. Heidenauer Forscher arbeiten an Joghurtbechern, Backformen und Batterien aus Papier, um die Umwelt zu schonen.

17.02.2020