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Umland Neue Leitung für mehr Strom
Region Umland Neue Leitung für mehr Strom
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16:03 04.10.2019
Dr. Carsten Protze (l.), und Tilo Katner von Enso Netz besprechen vor dem Grundgerüst eines neuen Strommasten bei Dippelsdorf das weitere Vorgehen. Die Hochspannungsleitung führt auf neuer Trasse an dem Ort vorbei. Quelle: Silvio Kuhnert
Moritzburg

Die Enso Netz GmbH rüstet die Hochspannungsleitung von Dresden nach Zittau für die Zukunft. Seit 2010 wird die rund 100 Kilometer lange Stromtrasse erneuert. „Jetzt haben die Arbeiten am letzten Abschnitt zwischen Reichenberg und Niederwartha begonnen“, sagte Enso-Netz-Geschäftsführer Dr. Steffen Heine bei der Vorstellung des Projektes im Moritzburger Ortsteil Dippelsdorf.

Entlang der Staatsstraße 81 sowie am Abzweig nach Friedwald sind bereits die ersten Gründungen neuer Mastfundamente samt Maststuhl sichtbar. „Vor drei Wochen haben wir begonnen“, informierte Dr. Carsten Protze, Gruppenleiter Hochspannungsleitung und Umspannwerk bei Enso Netz. Der Abschnitt ist rund 7,7 Kilometer lang. Die zu erneuernde Hochspannungsleitung beginnt an der Dresdner Straße zwischen Moritzburg und Reichenberg in Höhe der Erlebnisplantage und führt an Dippelsdorf vorbei, verläuft von da aus westlich von Friedewald und dem Radebeuler Stadtteil Lindenau weiter, steigt entlang von Weinbergen das Elbtal hinab, passiert die Meißner Straße, die Bahnstrecke und das Lößnitzbad und kommt schließlich im Umspannwerk Dresden-Niederwartha an.

Anfang der 1930er Jahre wurde die 110-Kilovolt-Freileitung erbaut. Die Hochspannungsdrähte aus Aluminiumstahl hängen im aktuellen Bauabschnitt an 37 bis zu 20 Meter Hohen Masten. „Nach 80 bis 90 Jahren ist die technische Nutzungsdauer erreicht“, erklärte Dr. Protze. Eine Instandsetzung koste mehr als der Neubau. Deshalb lässt Enso Netz bis Ende Februar kommenden Jahres die alten Masten ersetzen. Die neuen Stahltürme sind schlanker und zwischen 20 und 30 Meter hoch. Mit 27 Stück verringert sich ihre Anzahl im aktuellen Bauabschnitt um zehn.

Auf rund 5,4 Kilometern bleibt der Trassenverlauf gleich. Als neue Trasse wird die Hochspannungsleitung auf 2,3 Kilometer Länge ab der Dresdner Straße entlang der S 81 bis Friedewald geführt. Davon profitiert Dippelsdorf. Denn die Freiluftleitung verläuft künftig nicht mehr durch den Ort, sondern südlich vorbei. „Es ist eine große Aufwertung für die Ortslage“, sagte Moritzburgs Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) erfreut.

Wenn alle Masten eines Abspannabschnittes stehen, werden die neuen Erd- und Leiterseile gezogen. Die Stromkabel sind viel stärker als die alten Leitungen. „Durch den größeren Leitungsquerschnitt kann bis zu 25 Prozent mehr Strom transportiert werden“, berichtete Dr. Protze.

Die Übertragungsfähigkeit muss Enso Netz auf der gesamten Strecke zwischen Dresden und Zittau erhöhen, um einerseits die Ansiedlung vom Industrie wie zum Beispiel im Raum Großröhrsdorf, Leppersdorf sowie Radeberg und die Entwicklung von Gewerbegebieten wie in Ottendorf-Okrilla oder Radeburg zu unterstützen. Andererseits ist immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien dezentral ins Netz aufzunehmen.

Die Enso hat in die insgesamt 22 Bauabschnitte zwischen Zittau-Hirschfelde und Dresden-Niederwartha seit 2010 rund 39 Millionen Euro investiert. Der jetzt begonnene letzte Abschnitt schlägt dabei mit 2,6 Millionen Euro zu Buche.

Von Silvio Kuhnert

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