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Umland Naundorf feiert Ersterwähnung
Region Umland Naundorf feiert Ersterwähnung
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15:05 12.06.2019
Steffen Meißner vom Dorf- und Schulverein zeigt auf das Festgelände rund um den Dorfteich. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Ob die Wurzeln der Siedlungsgeschichte von Radebeul in Naundorf liegen, ist nicht bekannt. Von den zehn Ursprungsgemeinden, aus denen die Lößnitzstadt entstand, ist dieser Stadtteil aber der älteste urkundlich erwähnte. In einem historischen Dokument von 1144 ist im sächsischen Hauptstaatsarchiv von einem neuen Dorf zu lesen. Das war vor 875 Jahren. Mit einem Dorf- und Schulfest wollen die Naundorfer mit Gästen am kommenden Wochenende das Jubiläum der Ersterwähnung feiern.

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Das Herz von Naundorf liegt auf dem Anger rund um den Dorfteich, in dem Karpfen und Goldfische schwimmen und Frösche quaken. Die ländliche Idylle wandelt sich vom 14. bis 16. Juni 2019 in eine große Feiermeile. Für das Fest stellt erneut der Dorf- und Schulverein das Programm auf die Beine. „Es ist das 11. Dorf- und Schulfest für uns“, berichtet Vizevereinschef Steffen Meißner. Zur 850-Jahr-Feier vor einem Vierteljahrhundert organisierte der rund 100 Mitglieder zählende Verein zum ersten Mal eine Sause. Rund 10 000 Besucher werden zu den bevorstehenden Festtagen auf dem Dorfanger erwartet.

Für ihre Gäste machen die Naundorfer zweimal Geschichte lebendig. Zum einen gestalten sie einen rund 300 Meter langen Festumzug mit 25 Bildern. Der Ritt durch die Dorfgeschichte beginnt mit der Ersterwähnung anno 1144, als „Wessis“, Siedler aus Franken, ins Elbtal zogen, und endet mit der Feuerwehr Kötzschenbroda. Zahlreiche Vereine aus umliegenden Ortschaften wirken an dem Umzug mit, der am Sonntag um 11 Uhr beginnt.

Zum anderen wird bereits am Freitag vor der offiziellen Eröffnung der Festtage eine Infotafel am nördlichen Rand des Dorfteiches enthüllt. Auf dem kleinen Wiesenstück mit Bank steht ein rund ein Meter hoher Stumpf aus Gusseisen. „Es ist das letzte erhaltene Zeugnis der Gasbeleuchtung“, informiert Meißner. Einst sorgten 13 Gaslaternen nachts für Licht in Naundorf. Am 5. August 1897 begann die Verlegung der für die Gasversorgung erforderlichen Rohre. Spätestens im letzten Jahr vor der Jahrhundertwende ging die Straßenbeleuchtung in Betrieb. Die um 1926 beginnende Elektrifizierung der Elbtalgemeinde läutete das Ende der Gaskandelaber ein. Auf der Tafel informiert die AG „Naundorfer Geschichte(n)“ über die einstige Gasbeleuchtung.

Die Enthüllung der Infotafel und der Festumzug sind nicht das Einzige, was die Naundorfer auf ihrem Fest zu bieten haben. Mit der offiziellen Eröffnung am Freitag um 19 Uhr geht es los. Es folgt auf der zentralen Festbühne „Ein Kessel Buntes“ mit Dorit Gäbler. Zur späteren Stunde steigt ein Feuerwerk. An allen drei Tagen haben Höfe am Anger geöffnet.

Am Sonnabend herrscht ab 12 Uhr auf dem Dorfplatz buntes Markttreiben. Kunsthandwerker bieten ihre Waren feil. Um 14 Uhr startet vor der Festbühne eine Oldtimerausfahrt. Die historischen Wagen werden vor dem Start vorgestellt. Am Abend steigt ab 19 Uhr im Festzelt eine Party. mit Oldies und Classic Rock.

Am Sonnabend steht zudem von 12 bis 17 Uhr die Naundorfer Schule zur Besichtigung offen. Erfahrungsgemäß nutzen viele ehemalige Absolventen diese Gelegenheit sowie das Fest zu Klassentreffen.

Der Sonntag beginnt mit einem musikalischen Frühschoppen ab 10 Uhr. Nach dem Festumzug sorgt am Nachmittag die Band „Retroskop“ aus Coswig für Stimmung. Mit Swing-Musik klingt das Fest aus.

Aus dem Programm des 11. Dorf- und Schulfestes

Freitag, 14. Juni

19 Uhr: Festliche Eröffnung mit OB und Weinkönigin

20 Uhr: „Ein Kessel Buntes“ mit Dorit Gäbler

ab 21.30 Uhr: Tanz um den Teich

22.45 Uhr: Feuerwerk

Samstag, 15. Juni

ab 12 Uhr: Buntes Treiben auf dem Dorfanger und in den Höfen

14 Uhr: Vorstellung der Oldtimer und Start der Ausfahrt

ab 19 Uhr: Oldies und Classic Rock mit Spenzer & Co.

Sonntag, 16. Juni

10 Uhr: Frühschoppen mit Blasmusik

11 Uhr: Großer Festumzug mit Moderation an der Bühne

14 Uhr: Konzert „Retroskop“ aus Coswig

www.naundorf-in-radebul.de

Von Silvio Kuhnert

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