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Umland Mit dem Shuttlebus auf den Keulenberg
Region Umland Mit dem Shuttlebus auf den Keulenberg
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10:45 28.08.2019
Thomas Berke und die meisten seiner Mitstreiter kommen gut zu Fuß auf den Keulenberg. Doch das ist nicht jedem vergönnt. Quelle: Uwe Menschner
Oberlichtenau

Wer dazu körperlich in der Lage ist, erklimmt den „Berg der Heimat“ natürlich am liebsten zu Fuß. Doch gibt es in Oberlichtenau und Umgebung auch Viele, deren eingeschränkte Mobilität eine solche Wandertour nicht mehr zulässt. „Um es auch diesen Menschen zu ermöglichen, den Keulenberg zu besuchen, wollen wir einen Kleinbus als Shuttlefahrzeug anschaffen“, erklärt Thomas Berke.

Raus aus dem Imbiss-Provisorium

Er ist der Vorsitzende des in Oberlichtenau ansässigen „Heimatfreunde Keulenberg e. V.“. Der Verein hat einen Nutzungsvertrag über einen Teil des Gipfelplateaus mit der Stadt Pulsnitz abgeschlossen und will dort für die touristische Entwicklung sorgen. 20.000 Euro Preisgeld aus dem Landeswettbewerb „Sächsische Mitmachfonds“ in der Kategorie Mobilität dienen als Anschubfinanzierung. Der Fahrdienst soll über Vereinsmitglieder und andere Freiwillige sichergestellt werden und nicht nur den Bergbesuchern zugute kommen: „Der Handballnachwuchs hat für seine Fahrten zu den Auswärtsspielen bereits Interesse angemeldet“, sagt Thomas Berke.

Die meisten Fahrten werden sicherlich auf den Gipfel und dort zum Imbiss „Goldene Wurzel“ führen. Der durch die Heimatfreunde bereits seit dem Vorjahr praktizierte Probebetrieb hat gute Resonanz gefunden. Der Imbiss trägt aber noch provisorischen Charakter.

Deshalb soll die „Wurzel“ in Form eines Blockhauses in rustikaler Holzoptik neu errichtet werden. „Das Vorhaben befindet sich in der Phase der Bauvoranfrage“, teilte der Vereinsvorsitzende mit. Der Pulsnitzer Stadtrat habe sich bereits positiv dazu ausgesprochen, bildet doch der Wurzel-Neubau einen wichtigen Bestandteil der angestrebten touristischen Wiederbelebung für den Keulenberg.

Alkoholausschank in der Nähe suchtgefährdeter Jugendlicher?

Noch keine abschließende Lösung gibt es allerdings für das von Thomas Berke so bezeichnete „leidige Problem“ der Trinkwasserbereitstellung. „Der Wasserversorger sichert auf dem gesamten Gipfel täglich einen Kubikmeter Wasser zu, den verbrauchen die Sozialprojekte.“ Für touristische Angebote bleibt da kaum Wasser übrig. „Sämtliche Verhandlungen dazu sind gescheitert“, berichtet der Vorsitzende.

Die andere Gipfelhälfte gehört einem Dresdner Unternehmer. Die Sozialprojekte Radebeul gGmbH betreibt in einem der „Keulenberghäuser“ ein Wohnprojekt für suchtgefährdete Jugendliche. Sie würde gern auch ein weiteres Keulenberghaus nutzen. Der Pulsnitzer Stadtrat hat jedoch wiederholt das gemeindliche Einvernehmen verweigert – mit der Begründung, es gebe zu wenig Trinkwasser auf dem Berg. Tatsächlich erfolgt die Versorgung aus einer unterhalb der Sozialprojekte gelegenen Quelle.

Aus nahe liegenden Gründen haben die Sozialprojekte kein Interesse an einem Imbiss mit Alkoholausschank in ihrer Nachbarschaft. Das Verlegen einer Leitung über drei Kilometer Entfernung mitsamt 200 Metern Höhenunterschied sprengt alle Kostendimensionen. Dennoch ist Thomas Berke davon überzeugt, „dass es mittelfristig eine Lösung geben wird“. Nicht mehr zur Debatte steht derzeit nach seinen Angaben auch die Öffnung des aus Sicherheitsgründen gesperrten Bereiches an der „Ruine.“

Von Uwe Menschner

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