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Umland Meißner Krankenhaus hat jetzt eine Bereitschaftspraxis
Region Umland Meißner Krankenhaus hat jetzt eine Bereitschaftspraxis
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14:14 31.10.2019
Im Gespräch: Ulrike Schreiber, Thomas Peschel, Marlen Schirmer und Alexander Neumann (v.l.). Quelle: Uwe Hofmann
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Meißen

Freitag wird für Ulrike Schreiber und ihr Team eine Bewährungsprobe. Sie leitet die Anfang Oktober am Elblandklinikum Meißen eröffnete Bereitschaftspraxis. Dort ist an Brückentagen sehr viel los, wie Schreiber schon nach wenigen Wochen Erfahrung sagen kann. So waren am 4. Oktober – dem Freitag nach dem Tag der Deutschen Einheit – 170 Notfallpatienten in das Meißner Krankenhaus gekommen.

50 von ihnen, darunter 30 Kinder, konnten in der Bereitschaftspraxis ambulant behandelt werden, weil ihre Erkrankungen und Verletzungen weniger gravierend waren. „Ohne diese Unterstützung durch die Bereitschaftsärzte hätten wir dieses Aufkommen im Notfallzentrum nicht bewältigen können“, sagt dessen Leiter Thomas Peschel.

Stark ansteigende Patientenzahlen in der Notaufnahme

Genau darum geht es bei den Bereitschaftspraxen. Sie sollen die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten, die immer mehr von Patienten aufgesucht werden, die besser zu ihrem Hausarzt oder einem Facharzt gegangen wären. Das Krankenhaus Meißen verzeichne wie alle anderen Hospitäler auch stark ansteigende Patientenzahlen in der Notaufnahme, sagt Verwaltungsdirektorin Katrin Oesterreich. 30 000 Fälle jährlich seien es derzeit, Tendenz weiter steigend. „Wir begrüßen die Eröffnung der neuen Bereitschaftspraxis an unserem Klinikum“, sagt sie deshalb.

Die ist derzeit wochenends, feiertags und an Brückentagen besetzt – dann also, wenn viele Praxen geschlossen haben und mancher sich nicht anders zu helfen weiß, als zur Notaufnahme zu gehen. Dort gelangt er nun an einen Tresen, an dem entschieden wird: Kommt der Patient in die Bereitschaftspraxis oder in die Notaufnahme? „Dabei soll uns später mal eine Software helfen, derzeit greifen wir auf eine Liste zurück“, sagt Oberarzt Peschel. Das letzte Wort habe aber immer der Bereitschaftsarzt.

Ein Kinderarzt ist immer da

Dabei kann es sich um einen Allgemein- oder einen Facharzt handeln – je nachdem, wer Dienst hat. Zeitgleich ist immer ein Kinderarzt da. 160 Ärzte könnten theoretisch in der Praxis Dienst tun, praktisch wird der Pool viel kleiner sein, weil Ärzte auch für Bereitschaftsfahrten gebraucht werden. „Es gibt da keine klare Regel, wer hier Dienst tut oder die Fahrten macht“, sagt Schreiber. Das spiele sich ein. Sie denkt derweil über zusätzliche Öffnungszeiten nach. Derzeit hat die Praxis von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Von Uwe Hofmann

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