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Umland Meißen trennt sich von der Idee eines zweiten Gymnasiums
Region Umland Meißen trennt sich von der Idee eines zweiten Gymnasiums
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17:40 05.02.2019
111 Jahre ist das Hauptgebäude des Franziskaneum in Meißen alt. wegen steigender Schülerzahlen platzt der Bau aus allen Nähten. Quelle: Foto: Archiv
Meißen

Erweiterung des Gymnasiums Franziskaneum oder Bau und Eröffnung einer zweiten Penne? – Vor dieser Frage standen Verwaltung und Stadtrat in Meißen. Auf einer Klausurtagung ist nun die Entscheidung gefallen. Der jetzige Standort auf dem Ratsweinberg soll eine Vergrößerung erfahren.

„Auf der Klausur ging es um alle Schulen in Meißen. Ein besonderer Fokus lag auf unserem Gymnasium. Denn dort haben wir den größten Handlungsbedarf“, informiert Bürgermeister Markus Renner (parteilos). Denn die Schulgebäude platzen wegen steigender Schülerzahlen aus allen Nähten. Auf vier bis viereinhalb Klassen pro Jahrgang ist der jetzige Schulstandort mit Hauptgebäude, Weinbergschule und Verbindungsbau ausgelegt. Das heißt, pro Klassenstufe sind nur 112 Plätze verfügbar. Für das aktuelle Schuljahr 2018/19 hatten sich jedoch 146 Mädchen und Jungen angemeldet. Und das war kein einmaliger Ausreißer. Laut Prognose für die nächsten zehn Jahre muss die Domstadt mit im Schnitt jährlich 150 neuen Anmeldungen rechnen. Das sind sechs Klassen pro Jahrgang.

Die Stadt Meißen musste bislang keinen Pennäler abweisen. Damit dies weiterhin so bleibt und jeder, der am Gymnasium lernen möchte auch einen Platz, bekommt, wird aber eine Lösung erforderlich. Eine denkbare Option war der Bau und die Eröffnung einer zweiten Penne im Stadtgebiet. Zehn mögliche Standorte wurden untersucht. Von der Idee haben sich Verwaltung und Stadtrat aber jetzt verabschiedet. Der Grund war weniger die Standortfrage. Vielmehr wollten sie keine unnötige Konkurrenz zum Franziskaneum schaffen und die traditionsreiche Einrichtung gefährden. „Ein Gymnasium muss mindestens drei Züge haben“, informiert Renner. Und mit sechs Klassen pro Jahrgang würde diese Bedingung gerade so erfüllt.

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile sprachen sich die Stadträte auf der Klausurtagung mehrheitlich für eine Erweiterung am derzeitigen Standort bzw. in dessen unmittelbarer Nähe aus. Für diese Lösung spricht zudem, dass es im Bereich Sport ebenfalls an Kapazitäten mangelt und der Bau einer Dreifeld-Turnhalle notwendig wird. „Diese zwei Großprojekte wollen wir nun angehen“, kündigt Renner an.

Noch im ersten Halbjahr dieses Jahres soll die Frage nach dem Standort für die Turnhalle sowie den Erweiterungsbau geklärt werden. Zwei stehen derzeit zur Auswahl. Einer ist der Ratsweinberg neben dem Schulgebäude, den die Winzergenossenschaft gepachtet hat und darauf Wein anbaut. „Es handelt sich hier um eine städtische Fläche“, so Renner.

Derzeit besteht dort allerdings keinerlei Baurecht. Im Flächennutzungsplan ist das rund ein Hektar große Areal als landwirtschaftlich genutzte Fläche aus­gewiesen. Als problematisch könnte sich der felsige Untergrund erweisen. Des Weiteren gibt es denkmalschutzrechtliche Aspekte, die zu beachten sind. Ein Neubau darf die Blickbeziehungen zwischen Albrechtsburg und Gymnasium nicht stören.

Bei dem anderen möglichen Standort handelt es sich um ein privates Grundstück, das fußläufig nur eine Minute vom Franziskaneum entfernt liegt. Dort wäre eine Erweiterung der Turnhalle zu einem Mehrzweckbau, einer Art Stadthalle für Kultur und anderer Veranstaltungen, denkbar.

Bis allerdings neue Klassenräume und Sporthalle stehen, vergeht noch einige Zeit. Mit einem zweigeschossigen Containerbau möchte die Domstadt das Raumproblem vorübergehend lösen. Im Sommer soll er bereits stehen.

Von Silvio Kuhnert

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