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Umland Meinungen zu Ausbauplänen der Meißner Straße in Radebeul-West gefragt
Region Umland Meinungen zu Ausbauplänen der Meißner Straße in Radebeul-West gefragt
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17:27 01.04.2019
Symbolfoto. Quelle: dpa
Radebeul

Während in Radebeul-Mitte der grundhafte Ausbau der Meißner Straße derzeit voll im Gange ist, nehmen die Pläne für den Abschnitt in West Gestalt an. Die Verwaltung hat eine vorzeitige Bürgerbeteiligung für die Neugestaltung der Hauptverkehrsader auf rund 910 Meter Länge zwischen Gradsteg und Albert-Eyckhout-Straße (Gleisschleife Radebeul-West) gestartet. Zwei Ausbauvarianten stehen zur Diskussion.

Was ist der Hauptunterschied?

Der Hauptunterschied zwischen den zwei Optionen ist die Gestaltung der Straßenbahnhaltestellen im Kreuzungsbereich zur Moritzburger und Bahnhofstraße sowie die Anordnung der Haltepunkte im Bereich der Gleisschleife. Am Hauptknotenpunkt im Zentrum von Kötzschenbroda verbleiben die Haltestellen an ihrem jetzigen Ort und werden barrierefrei umgestaltet.

Was ist bei Variante 1 geplant?

Bei Variante 1 verbleiben im Kreuzungsbereich die Straßenbahngleise mitten auf der Fahrbahn. Geradeausfahrer und Rechtsabbieger, rollen – analog der Halstestelle Alexander-Puschkin-Platz auf der Leipziger Straße in Dresden von Radebeul kommend – auf einer separaten Spur an den Gleisen vorbei. Linksabbieger, ordnen sich vor der Ampel auf der Straßenbahnspur ein. Fahrgäste müssen zum Einstieg in die Tram die Straße betreten.

Im Bereich der Gleisscheife verbleiben die Haltepunkte am jetzigen Standort – in Richtung Coswig unmittelbar nach der Einmündung Ludwig-Richter-Allee, in Richtung Dresden direkt vor dem Mündungsbereich Flemmingstraße.

Wie sieht Variante 2 aus?

In Variante 2 werden die Straßenbahngleise vor dem Kreuzungsbereich zu Moritzburger und Bahnhofstraße von der Fahrbahnmitte an den Bürgersteig heranverlegt. Wie am Haltepunkt Gradsteg teilen sich Geradeausfahrer und Rechtsabbieger jeweils die Fahrspur mit der Tram. Fahrgäste steigen unmittelbar vom Bürgersteig in die Straßenbahn ein, ohne die Fahrbahn betreten zu müssen – auch Haltestellenkap genannt. Linksabbieger bekommen jeweils straßenmittig eine gleisfreie Spur.

In Höhe der Gleisschleife werden die Straßenbahnhaltestellen in beide Richtungen neu angeordnet, und zwar jeweils etwas weiter westlich versetzt zu den Einmündungen.

Warum bevorzugen Stadtverwaltung und die Dresdner Verkehrsbetriebe Variante 2?

Von den Baukosten her gibt es bei beiden Optionen keine relevanten Unterschiede. Nach jetziger Grobschätzung betragen sie jeweils fast 8,6 Millionen Euro. Allerdings kommen bei Variante 1 noch Kosten für den Kauf von privatem Grund und Boden obendrauf. Bei Variante 2 kann durch Optimierung der Ampelanlage an der Hauptkreuzung im Ausbauabschnitt der Verkehrsfluss auf der Meißner Straße optimiert werden. Zudem sprechen Fragen der Verkehrssicherheit für diese Gestaltung. Außerdem kann der Haltepunkt Flemmingstraße nur durch eine Verlegung aus dem Gleisbogen heraus vollständig barrierefrei ausgebaut werden.

Wie erfolgt die frühzeitige Bürgerbeteiligung?

Die Pläne sind bis Ende des Monats sowohl im Schaukasten an der Haltestelle Moritzburger Straße (Fahrtrichtung Dresden) als auch im Technischen Rathaus bis Ende des Monats sowie unter www.radebeul.de (unter „Aktuelle Meldungen“) einsehbar. Hinweise, Stellungnahmen und Anregungen nimmt die Verwaltung bis spätestens 29. April 2019 entgegen – postalisch an: Stadtverwaltung Radebeul, Sachgebiet Straßenbau, Pestalozzistraße 8, 01445 Radebeul oder per E-Mail: strassenbau@radebeul.de.

Von Silvio Kuhnert

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