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Umland Lutz Dressler vom VCD kritisiert Zustand der Hangwege
Region Umland Lutz Dressler vom VCD kritisiert Zustand der Hangwege
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17:02 31.07.2019
Lutz Dressler demonstriert mit einem Lineal die unterschiedlichen Höhen der Stufen auf dem Eggersweg. Diese misst fast 30 Zentimeter. Quelle: Foto: S. Kuhnert
Radebeul

Auf dem Eggersweg lauern viele Stolperfallen, sagt Lutz Dressler, Sprecher der Regionalgruppe Radebeul/Meißen des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Im DNN-Interview berichtet er, wie der Zustand der Hangwege in Radebeul verbessert werden kann. Diese Wege bilden die kürzeste Verbindung zwischen Berg und Tal.

Herr Dressler, als Sprecher der VCD-Regionalgruppe Radebeul haben Sie die Hangwege in Radebeul getestet. Warum?

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland versteht sich als Interessensvertreter aller Verkehrsteilnehmer. Wir treten für die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmenden ein. Jedoch die Interessen der Fußgänger haben oft gegenüber denen von Kraftfahrern das Nachsehen. Die Radebeuler Verkehrspolitik ist aus Fußgängersicht ein Trauerspiel. Insbesondere die Treppenwege am Hang sind mit Ausnahme der Spitzhaustreppe in einem größtenteils desolaten Zustand.

Welche Missstände haben Sie beobachtet?

Die Probleme möchte ich exemplarisch anhand des Eggersweges schildern. Dieser Weg bietet als kürzeste Verbindung zwischen Altwahnsdorf und der Oberlößnitz atemberaubende Aussichten ins Tal. Doch man muss aufpassen, um nicht zu stürzen. Denn auf dem Eggersweg lauern viele Stolperfallen. Neben unebenen Stellen mit Schotter gibt es zahlreiche ausgetretene und kaputte Stufen und stark variierende Stufenhöhen. An wichtigen Treppenanstiegen wie dem von der Weberstraße fehlen Geländer. Und das am Spitzhaus vorhandene Geländer ist stark verrostet.

Was stört Sie aus Fußgängersicht noch?

An einigen Stellen müssen Wanderer sich bücken, um unter dem dichten Grün hindurchzukommen. Spät abends ist der Weg ohne eine Taschenlampe nicht nutzbar, weil eine Beleuchtung fehlt. Winterdienst gibt es bisher auf den Hangwegen kaum, Fußgänger können sich dann zwischen gefährlichen Schlitterpartien und langen Umwegen entscheiden.

Haben Sie nichts Positives entdecken können?

Doch, teilweise. Mir gefallen zum Beispiel die Infotafeln zu Wein und Gestein und zu Eduard Bilz auf halber Höhe des Weges. Während an anderen Hangwegen Sitzbänke Mangelware sind, stehen am Eggersweg ein paar. An ihnen aber nagt der Zahn der Zeit, der Lack ist ab und die Latten sind schon teilweise gebrochen.

Sie heben die Spitzhaustreppe als positives Beispiel hervor. Was zeichnet sie im Vergleich zu den anderen Wegen aus?

Bei der Spitzhaustreppe ist das erfüllt, was wir als VCD uns aus Fußgängersicht wünschen. Es gibt gerade Stufen, einen Handlauf, Sitzmöglichkeiten und sie ist nachts beleuchtet. Was allerdings auch bei ihr fehlt, ist der Winterdienst.

Der Eggersweg ist Teil des sächsischen Weinwanderweges. Wanderwege in der Sächsischen Schweiz beispielsweise bestehen auch nicht aus festen und gleichmäßigen Steinstufen oder verfügen über ein Geländer oder eine Beleuchtung. Soll die Stadt aus den Hangwegen Luxuswege machen?

Wir fordern keine Luxuswege. Aber Trittflächen sollten eben sein. Die Hangwege in Radebeul sind aber nicht einfach nur Wanderwege. Sie sind auch wichtige innerstädtische Verbindungswege zwischen Berg und Tal. Keine Frage – schöne Wege haben wir – aber sie bergen insbesondere für Menschen, die nicht gut sehen können oder körperliche Einschränkungen haben, etliche Sturzgefahren. Warum soll man immer nur das Auto oder den Bus nutzen, um ins Elbtal zu gelangen? Wer zu Fuß geht, tut was für seine Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, mindestens 10 000 Schritte am Tag zu absolvieren. Und die Nutzung der Hangwege bietet eine gute Möglichkeit, auf dieses gesunde Maß zu kommen und sich jung und fit zu halten.

Was sollte die Stadt unternehmen, um die Situation auf den Hangwegen zu verbessern?

Ganz einfach die Hangwege in Schuss bringen. Zu Sofortmaßnahmen, die wenig Geld kosten, zählen Pflegearbeiten wie die Wege frei schneiden und sie von Laub zu befreien. Für größere Sanierungsar­beiten wie etwa die Instandsetzung und Erneuerung von Stufen müssten investive Mittel im Haushalt bereitgestellt werden. Wenn mich meine Kenntnisse nicht täuschen, standen für die Hangwege bislang im Stadtsäckel immer nur Peanuts zur Verfügung.

Von Silvio Kuhnert

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