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Umland Lkw dürfen weiter auf dem Plossen-Aufstieg rollen
Region Umland Lkw dürfen weiter auf dem Plossen-Aufstieg rollen
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15:48 13.12.2018
In der Plossen-Kurve sind die Platzverhältnisse sehr beengt. Quelle: Stadt Meißen
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Meissen

Lkw sollen nicht vom Plossen-Aufstieg in Meißen verbannt werden. Die zuständige Fachaufsicht, die Niederlassung Dresden des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, positionierte sich als höhere Verkehrsbehörde gegen eine Tonnagebrenzung auf der Wilsdruffer Straße (Staatsstraße 177), wie die Verwaltung der Domstadt am Donnerstag mitteilte. Da die Straße (S 177) in diesem Abschnitt in einem sehr schlechten baulichen Zustand ist sowie einer Sanierung bedarf und zudem immer wieder Lkw in der engen Haarnadelkurve stecken bleiben, wollte der Meißner Stadtrat große Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 20 Tonnen von der Serpentine bis zu deren grundhaften Ausbau verbannen. Eine Begrenzung des Schwerlastverkehrs wünschen sich auch viele Meißner.

Die höhere Verkehrsbehörde hatte die Planer des grundhaften Ausbaus des Plossen-Aufstiegs sowie Vertreter von Behörden wie das Landratsamt Meißen, des Zweckverbands Abfallwirtschaft und der Verkehrsbetriebe zu einem Gespräch geladen. Holger Wohsmann, Leiter der Lasuv-Niederlassung Meißen, der für die Planungen rund um den Plossenausbau verantwortlich ist, sprach sich dort gegen eine Tonnagebegrenzung aus. Die S 177 sei ein Verkehrsweg höchster Kategorie. Der bauliche Zustand des Plossen-Aufstieges werde regelmäßig geprüft und rechtfertige keine Sperrung für den Schwerlastverkehr, so Wohsmann. Auch wenn der Verkehr auf der Wilsdruffer Straße gestiegen sei, machten Lkw nur fünf Prozent des täglichen Verkehrsaufkommens aus. Die Bundesstraßen im Stadtgebiet seien mit einem Lkw-Anteil von zwölf Prozent wesentlich stärker belastet, so Wohsmann weiter.

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Eine Tonnagebegrenzung stellt auch den Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal vor Probleme. Die Entsorgung über mögliche Umleitungsstrecken sei sehr schwierig, auch die Nutzung eines kleineren Fahrzeuges sei angesichts der hier anfallenden Abfallmengen unrealistisch, argumentierte der Müllentsorger.

Gelassener sieht man eine mögliche Begrenzung dagegen bei der Verkehrsgesellschaft Meißen, die mit drei Linien auf dem Plossen unterwegs ist. Sie wäre von der Einschränkung nicht betroffen, da ihre Busse weniger als 18 Tonnen wiegen.

Von Silvio Kuhnert