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Umland Liegauer befürchten Elterntaxi-Chaos vorm neuen Schulcampus
Region Umland Liegauer befürchten Elterntaxi-Chaos vorm neuen Schulcampus
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17:33 28.05.2019
Schulkinder steigen in ein privates Fahrzeug. Solche Transporte sorgen vor Schulen regelmäßig für gefährliche Situationen. Quelle: dpa/Ralf Hirschberger
Radeberg

Über einen vollen Speisesaal konnten sich am Montagabend Gabor Kühnapfel, Ortsvorsteher des Ortsteiles Liegau Augustusbad, und Martin Wallmann, Direktor des Sächsischen Epilepsiezentrums Kleinwachau als Hausherr freuen. Viele Liegauer waren ihrer Einladung gefolgt und zur Einwohnerversammlung gekommen. Deren Thema: Der geplante Neubau Schulcampus auf dem Gelände des Epilepsiezentrums, für den es mit der Bestätigung des Doppelhaushaltes der Bierstadt für die Jahre 2019/2020 nun Planungs- und Finanzsicherheit gibt.

Beste Bedingungen für Inklusion

Das 10-Millionen-Euro-Projekt beinhaltet den Neubau einer kommunalen Grundschule und einer Sporthalle in unmittelbarere Nachbarschaft der jetzigen Förderschule des Epilepsiezentrums, wobei die Sporthalle von beiden Schulen unter Beibehaltung von deren unterschiedlicher Trägerschaft gemeinsam genutzt werden soll.

Mit dem Campus werde man beste Bedingungen für eine Inklusion schaffen, sind sich die Stadt als Bauherr und das Epilepsiezentrum als Grundstückseigentümer einig. Das sei eine Riesenchance, werde die Attraktivität des Ortsteiles verstärken und allen Liegauern zu gute kommen, ist Kühnapfel überzeugt.

Das derzeitig genutzte Schulhaus aus dem Jahre 1896 erfüllt schon längst nicht mehr die räumlichen Anforderungen an eine moderne Schule. Eine Sporthalle fehlt ganz, so dass bestimmte Sportarten vom Stundenplan gestrichen werden müssen und der Bildungsauftrag „Schulsport“ nur eingeschränkt erfüllt werden kann, bedauert Schulleiterin Alexandra Baumgärtel.

Daran ändert sich allerdings auch in den nächsten vier Jahren nichts, denn der geplante Schulcampus kann selbst unter günstigen Bedingungen frühestens 2024 eingeweiht werden. Deshalb gilt es, inzwischen nach Interimsmöglichkeiten zu suchen.

Ein intelligente und sichere Verkehrsorganisation muss her

Eine könnte der Sportplatz von Liegau-Augustusbad sein, wo derzeit ein neues Vereinshaus entsteht. Allerdings liegt der Sportplatz mehr als anderthalb Kilometer von der Grundschule entfernt, was die Organisation eines Schülerverkehrs notwendig machen würde. Und das wiederum liegt in der Verantwortung des Landkreises Bautzen.

Einen jedoch viel größeren Raum nahm in der Einwohnerversammlung der Elterntaxi-Verkehr ein, der in den Morgenstunden jetzt schon für Chaos sorgt. Das könnte am neuen Standort noch schlimmer werden, befürchten viele Eltern, nachdem Projektleiter Peter Sieber erste Gedanken zum künftigen Neubau vorgestellt hatte.

So wird es bei den künftigen Planungen auch darum gehen müssen, an der relativ schmalen Wachauer Straße Bedingungen für eine möglichst intelligente und sichere Verkehrssituation zu sorgen. Allerdings sei das nicht vordergründig Sache der Architekten, sondern in erster Linie der Verwaltung, des Landkreises und des ÖPNV, erläuterte Oberbürgermeister Gerhard.

Dabei gehe es nicht nur um bauliche, sondern vor allem um organisatorische Regelungen. Trotz der problematischen Straßensituation, machte Lemm keinen Abstrich daran, dass Kleinwachau der am geeignetste Standort für eine neue Grundschule mit Sporthalle ist. Das hatte bereits eine Voruntersuchungen des Architekturbüros Dauphin ergeben.

Einige wichtige Themen der künftigen Campus-Nutzung wurden aus Zeitgründen gar nicht diskutiert oder nur am Rande erwähnt. Vielleicht gibt es dazu auch in den öffentlichen Ortschaftsratssitzungen noch Gelegenheit, bevor es „planerisch an die Tiefenschärfe geht“, wie es der OB formulierte..

Von Bernd Lichtenberger

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