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Umland Das ist der Wahlkreis 38 – Meißen 2: Breitbandausbau im Fokus
Region Umland Das ist der Wahlkreis 38 – Meißen 2: Breitbandausbau im Fokus
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19:46 14.08.2019
In der Region stecken die Hoffnungen im Ausbau des schnellen Internets. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Radeburg

Der Wahlkreis 38 oder Meißen 2 erstreckt sich von der Landeshauptstadt Dresden bis zur brandenburgischen Landesgrenze. Zwölf Kommunen gehören ihm an, darunter die Städte Radeburg und Großenhain. Vor allem erstgenannte profitiert von der unmittelbaren Lage zur Autobahn 13. „Radeburg ist eine wachsende Stadt“, sagt Bürgermeisterin Michaela Ritter (parteilos).

Der Wahlkreis 38 oder Meißen 2 erstreckt sich von der Landeshauptstadt Dresden bis zur brandenburgischen Landesgrenze. Quelle: Holger Grigutsch

Damit im Zusammenhang steht die Gewährleistung einer ausreichenden Kinderbetreuung. „Es müssen Lösungen gefunden werden, um den Mangel an Lehrern und zunehmend auch Erziehern zu kompensieren. Bei der Finanzierung der Kinderbetreuung müssen die Kommunen deutlich entlastet werden, indem der Anteil des Freistaates an der Finanzierung steigt“, lautet daher ihr Wunsch an die nächste Landesregierung.

Fach- und Arbeitskräftemangel in allen Branchen

Weiterhin ist Radeburg aufgrund der zahlreichen Unternehmen eine Einpendlerstadt. Angesichts eines Altersdurchschnitts von 47,8 Jahren – zum Vergleich: vor zehn Jahren betrug er noch 45,7 Jahre – im Wahlkreis sowie einem Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen von 15,8 Prozent und der über 65-Jährigen von 25,5 Prozent (Tendenz steigend) bei 60 506 Einwohnern haben die 2631 im Wahlkreisgebiet ansässigen Betriebe zunehmend mit einem Fach- und Arbeitskräftemangel in allen Branchen zu kämpfen. „Hier muss der Landtag offensiver an Lösungen arbeiten, auch Ausbildungs- und Zuwanderungsprojekte müssen dazu gehören“, meint Ritter.

Wichtige Infrastrukturprojekte für die Heinrich-Zille-Stadt sind der grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrten Bärnsdorf und Berbisdorf sowie die Sanierung der S 100 in Radeburg. Da es sich hier um Staatsstraßen handelt, ist die Kommune nur am Bau beteiligt. „Die Planungen müssen schneller vorangehen, da der Zustand dieser Straßen sehr schlecht ist. Dafür müssen ausreichend Mittel und Planungskapazitäten beim Freistaat bereitgestellt werden“, wünscht sich Ritter vom nächsten Landtag. Als wichtig sieht sie nicht nur hierfür die Beschleunigung von Planungsverfahren vor allem im Straßenbau sowie die Vereinfachung von Fördermittel-Verfahren an.

Große Probleme beim Breitbandausbau

Eine weitere wichtige Aufgabe, die das Land nicht der kommunalen Ebene überlassen sollte, ist der Breitbandausbau. Dies sollte der Freistaat übernehmen und koordinieren, „damit Sachsen hier nicht vollständig den Anschluss verliert“, so Ritter. Aktuell wird diese Aufgabe über die Landkreise und Gemeinden erledigt. „Aufgrund der komplexen Anforderungen an Ausschreibungen, Vergaben und Dokumentationspflichten gibt es hier große Probleme“, konstatiert Radeburgs Rathauschefin.

Direktkandidaten im Wahlkreis 38 – Meißen 2

CDU: Sebastian Fischer, selbstständiger Küchenmeister, geboren 1981 in Oelsnitz, wohnhaft in Priestewitz, bereits im Landtag

Die Linke: Erik Christopher Richter, Fahrdienstleiter, geboren 1994 in Oschatz, wohnhaft in Riesa

SPD: Katja Schittko, Angestellte, geboren 1982 in Dresden, wohnhaft in Dresden

AfD: Mario Beger, Fliesen-, Platten-, Mosaikleger, geboren 1966 in Großenhain, wohnhaft in Großenhain, bereits im Landtag

Bündnis 90/Die Grünen: Thomas Berndt, Diplom-Ingenieur, geboren 1968 in Halle, wohnhaft in Radebeul

FDP: Berthold Pursche, Student, geboren 1999 in Großenhain, wohnhaft in Großenhain

Freie Wähler: André Lagerfeld, Diplom-Sozialpädagoge, geboren 1971 in Dresden, wohnhaft in Meißen

Quelle: Kreiswahlleitung Landkreis Meißen

Strukturdaten

Zum Wahlkreis gehören: Gemeinde Ebersbach, Gemeinde Glaubitz, Stadt Gröditz, Stadt Großenhain, Gemeinde Lampertswalde, Gemeinde Nünchritz, Gemeinde Priestewitz, Stadt Radeburg, Gemeinde Röderaue, Gemeinde Schönfeld, Gemeinde Thiendorf, Gemeinde Wülknitz.

Die Flächedes Wahlkreises beträgt 638 Quadratkilometer, davon sind 51,4 Prozent Landwirtschaftsfläche.

60 506 Menschenleben im Wahlkreis (2017), der Frauenanteil liegt bei 49,7 Prozent. Der Ausländeranteil beträgt 2,2 Prozent.

Unter 18 Jahrealt sind 15,8 Prozent der Einwohner, über 65 Jahre alt sind 25,5 Prozent der Einwohner des Wahlkreises.

Das Durchschnittsalterliegt bei 47,8 Jahren, vor fünf Jahren lag es bei 47,3 Jahren und 2009 bei 45,7 Jahren.

In der Wirtschaftgibt es 2631 Betriebe. Das mittlere monatliche Nettoeinkommen (Median) lag 2017 bei 1245 Euro, fünf Jahre zuvor waren es 1076 Euro und 2009 lediglich 929 Euro.

Grundsicherungim Alter beziehen sechs von 1000 Einwohnern.

Im Tourismuswerden 621 Betten angeboten, die Auslastung liegt durchschnittlich bei 30,3 Prozent

Von Silvio Kuhnert

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