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Umland Landschloss Pirna-Zuschendorf lädt zum letzten Mal zur Hortensienschau ein
Region Umland Landschloss Pirna-Zuschendorf lädt zum letzten Mal zur Hortensienschau ein
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12:18 18.07.2019
Hortensien blühen nicht nur in den Schlossräumen in Zuschendorf, sondern auch in der Parkanlage. Quelle: Foto: Landschloss Zuschendorf
Pirna

Von Sonnabend, 20. Juli, an öffnen sich im Landschloss Pirna-Zuschendorf die Türen zur Hortensienschau. Unter dem Motto „Farbenspiele“ zeigen die Botanischen Sammlungen der TU Dresden die Vielfalt dieser sehr beliebten Pflanzen. Es ist die 14. Ausstellung dieser Art und wird vorerst die letzte sein.

„Wir wollen eine Denkpause einlegen. Durch die heißen Sommer bleibt das Publikum weg. Da ist die Schau nicht mehr finanzierbar“, nennt Sammlungsleiter Matthias Riedel den Grund. Hortensienliebhaber sollten die Chance der diesjährigen Ausstellung also unbedingt nutzen.

Verschiedene Hortensien aus der Zuschendorfer Sammlung, darunter Hydrangea macrophylla ‚Royal Red’. Quelle: Catrin Steinbach

„Züchter haben in den zurückliegenden Jahrzehnten ein großartiges Farbsortiment an Hortensien geschaffen. Nicht nur, dass diese Pflanzen an sich vielfältiger und leuchtender geworden sind. Sie verändern die Farbe auch während der Blühzeit und bergen immer neue Überraschungen. Dazu kommen viele zweifarbige Sorten. Vor allem diese züchterischen Fortschritte haben zur heutigen Beliebtheit der Hortensien beigetragen. Gründe genug, sich einmal damit zu beschäftigen“, findet Matthias Riedel.

Ein Nobelpreisträger als Gärtner

Gärtner bestimmen die Farben der Pflanzen übrigens mit Farbkarteien, so Riedel. Jede Farbe sei mit einer Buchstaben-Zahlen-Kombination versehen. Und so könne sich jeder auf der Welt eine Vorstellung von der Farbe einer Pflanze machen, auch wenn Betrachter und Pflanze tausende Kilometer voneinander entfernt seien.

„Vielleicht überhaupt die erste dieser Farbkarten verdanken wir dem Chemiker und Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald aus Großbothen bei Grimma. Er war für uns eine Entdeckung. Da haben wir Sachsen schon mal so einen universellen Kopf und viel zu wenige kennen ihn. Ein Nobelpreisträger als Gärtner, wann hat man das schon mal“, ist Matthias Riedel begeistert und ergänzt, dass Ostwald von etwa 500 reinen und gut unterscheidbaren Farbtönen spreche.

Starkfarbige Blumen wie Dahlien, Gladiolen, Astern und Rittersporn habe Wilhelm Ostwald selbst gemalt. „Gerade der Rittersporn und die Farbe Blau faszinieren die Menschen“, weiß Riedel, der sich nicht nur botanisch, sondern auch in der Gartenhistorie bestens auskennt. „Der botanische Name des Rittersporns – Delphinum – weist auf den Inhaltsstoff Delphinidin hin. Es ist das gleiche Anthocyan, das auch in der Hortensie vorhanden sein muss, um diese von Rot in Blau umfärben zu können“, so Riedel weiter. Diese Farbenspiele führten auch den Chemiker Ostwald mit dem Staudenzüchter und Gartenpoeten Karl Foerster aus Potsdam-Bornim zusammen.

1000 Hortensien in einer Schau

In der Zuschendorfer Schau werden etwa 1000 Hortensienpflanzen zu sehen sein. Dazu gehören Sorten der Botanischen Sammlungen der TU Dresden, die im Dresdner Gartenbaubetrieb Kühne Jungpflanzen Claus Kühne vermehrt und zu ausstellungswürdigen Pflanzen herangezogen wurden, informiert Riedel. Das Unternehmen stelle für die Zuschendorfer Schau auch sein aktuelles SAXON-Sortiment zur Verfügung.

„Ein weiterer sehr bemerkenswerter Beitrag zur Ausstellung sind die Sorten der Hydrangea Breeders Association (HBA) die für uns im Gartenbaubetrieb Kötterheinrich - Hortensienkulturen im westfälischen Lengerich kultiviert wurden“, so der Leiter der Botanischen Sammlungen. Des Weiteren stelle der Hortensienspezialgartenbaubetrieb Reinhard Ullmann aus Radebeul eine Vielfalt alter und neuer Sorten zur Verfügung. Die Gestaltung der Schau übernimmt Bea Berthold. Silke Kühne übernimmt den floristischen Part.

Das Landschloss Zuschendorf hat dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr, während der Hortensienschau zusätzlich am Montag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt fünf, ermäßigt vier Euro. www.kamelienschloss.de

Von Silvio Kuhnert/Catrin Steinbach

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