Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Kreisel statt Ampel auf der Südumfahrung Pirna gefordert
Region Umland Kreisel statt Ampel auf der Südumfahrung Pirna gefordert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 16.10.2019
Bei der derzeit geplanten Anbindung der Südumfahrung an die alte B 172 auf dem Sonnenstein muss eine Ampel den Verkehr regeln. Quelle: Archiv
Pirna/Königstein

Regelmäßig staut sich zu Stoßzeiten der Verkehr auf der B 172 in Pirna von der Volkshauskreuzung bis hinauf auf den Sonnenstein. Besonders lang ist die Blechlawine an Wochenenden oder Feiertagen, wenn die Ausflügler aus der Sächsischen Schweiz zurück nach Hause wollen.

Auch nach der Fertigstellung der im Bau befindlichen Südumfahrung ändere sich an dieser Situation nichts, das Problem werde nur verlagert, ist sich die Königsteiner Bürgerinitiative „Ampel-no – Kreisel-go“ sicher. Sie kritisiert die derzeitig angedachte Anbindung der Südumfahrung an die alte B 172 auf der Sonnensteiner Ebenheit. Eine Lichtsignalanlage soll den Verkehr regeln.

Rot auf einer Berg-auf-Spur

„Die neue Ampel ist in ihrer Dimension der den Stau permanent verursachenden Ampel an der Volkshauskreuzung sehr ähnlich“, kritisiert Gottfried Gäbel, Initiator der Initiative, in einer Petition an den Kreistag des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Bei mehr als 850 Autos je Stunde, also in jede Richtung 425, sei die Kapazität erschöpft. Künftig sollen in 24 Stunden werktags von Montag bis Freitag 23.300 Fahrzeuge auf der Südumfahrung rollen. In einer Stunde seien dies 971 Autos. „Das besonders hohe Verkehrsaufkommen an Wochenenden hat man überhaupt nicht berücksichtigt. Mit einer Ampel kann die geforderte Durchlasskapazität an diesem Kreuzungspunkt nicht erreicht werden“, meint Gäbel und weist auf einen Planungsfehler hin.

Kraftfahrer in Richtung Sächsische Schweiz müssen bei Rot auf einer Berg-auf-Spur mit einer Steigung von mehr als 2,5 Prozent an der Ampel warten. „Dies ist nach Regelwerk unzulässig und zu ändern“, so Gäbler. Zudem betragen die Betriebskosten für die Ampelanlage bei bis zu 50.000 Euro im Jahr.

Die Bürgerinitiative fordert, auf eine Ampel komplett zu verzichten und dafür einen Kreisverkehr an dem Knotenpunkt zu errichten. Der Bau sei nicht teurer als eine Ampel, die Betriebskosten sogar geringer, da kein Strom benötigt wird. Zudem gewährleiste das einen flüssigeren Verkehrsfluss und eine höhere Durchlasskapazität, listet die Ktitiker der Ampel als Vorteile auf. Sie wissen bei ihrer Forderung nach einem Kreisverkehr die Bürgermeister aus der Sächsischen Schweiz hinter sich.

Planer für kreuzungsfreien Knotenpunkt

Auch der Kreistag unterstützt das Anliegen. Sein Petitionsausschuss beschloss jüngst, die Petition der Bürger an das sächsische Verkehrsministerium mit der Aufforderung weiterzuleiten, „die Leistungsfähigkeit und Realisierung einer alternativen Verkehrslösung am Knoten Sonnenstein“ erneut zu untersuchen.

Die Ampellösung war nicht die bevorzugte Variante der Planer der Ortsumgehung Pirna. Ursprünglich wollten sie den Übergang von der Südumfahrung zur B 172 als einen kreuzungsfreien Knotenpunkt ähnlich einer Autobahnauf- und -abfahrt gestalten. Diese Idee mussten sie verwerfen, weil Ex-Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) Einsparungen bei den Baukosten wünschte. Und eine Ampelkreuzung kostet rund drei Millionen Euro weniger.

Allerdings ging man 2012, als diese Lösung präsentiert wurde, von Gesamtbaukosten für die Südumfahrung von 70,1 Millionen Euro aus. Jetzt liegen sie bei rund 100 Millionen Euro. Ampelkritiker meinten schon damals, dass die Einsparung längst durch die Entwicklung der Baupreise wieder aufgehoben wurde. Zwei Jahre musste das Planfeststellungsverfahren wegen Morlok pausieren.

Von Silvio Kuhnert

In Coswigs neuer Wohnanlage „Kötitzer Stadtgärten“ will die Dresdner Ökowert Projektbau GmbH acht Mehrfamilienhäuser mit eigenem Blockheizkraftwerk errichten. Der Spatenstich für die ersten Gebäude erfolgt noch in diesem Monat.

15.10.2019

Andreas Dress erfüllte sich noch einen Lebenstraum und vollendete in Sebnitz, dem Ort seines Wirkens, eine Fassade als sichtbare Spur seiner Arbeit. Am 13. Oktober ist er gestorben.

15.10.2019

Der Grafiker, Typograf und Maler Jürgen Haufe wurde vor 70 Jahren geboren – Die Galerie Klinger erinnert in einer Ausstellung in Liegau-Augustusbad an den Künstler, der 1999 in Dresden starb.

15.10.2019