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Umland Kosten für neue Feuerwache steigen um über eine Million Euro
Region Umland Kosten für neue Feuerwache steigen um über eine Million Euro
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15:06 20.09.2018
Viel Glas und eine gemessen an den Anforderungen des Zweckbaus feingliedrige Architektur machen den Gewinnerentwurf aus. Quelle: Visualisierung: Richter Musikowski Architekten GmbH
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Radebeul

Für den Bau einer neuen Feuerwache in Radebeul-Ost muss die Lößnitzstadt tiefer ins Stadtsäckel greifen. Mit einer Investitionssumme von fast 4,2 Millionen Euro wird das Projekt über eine Million Euro teurer als ursprünglich gedacht. Trotz der enormen Kostensteigerung gab der Stadtrat dem Vorhaben grünes Licht. „Ein Neubau ist dringend notwendig“, brachte CDU-Stadtrat Karsten Strobach die Meinung des Gremiums mit Verweis auf den baulichen Zustand des jetzigen Gerätehauses auf den Punkt. Die alte Wache an der Wichernstraße ist zu klein und abgelegen. Baulich blieb sie auf dem Stand der 1990er Jahre stehen.

Die neue Feuerwache soll an der Schildenstraße südlich der Bahnunterführung gegenüber der Einmündung zur Gartenstraße entstehen. Im Vorfeld des im vorigen Jahr durchgeführten Architekturwettbewerbs, aus dem der Entwurf der beiden Architekten Jan Musikowski und Christoph Richter vom Berliner Futurium als Sieger hervorging, schätzte die Stadt in einer Machbarkeitsstudie die Baukosten auf rund drei Millionen Euro. Orientiert hat sie sich dabei an der Bausumme für das Rettungszentrum in Radebeul-West, wo vor fast zehn Jahren nicht nur für die Feuerwehren von Kötzschenbroda und Naundorf – beide sind längst fusioniert – ein modernes Domizil entstand, sondern auch das Technische Hilfswerk einen Stützpunkt fand. Rund 3,4 Millionen Euro hat das Rettungszentrum in West gekostet. „Das war der Preisstand von 2009“, informierte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Seither sind die Baupreise gestiegen. Und der Unterschied von den anfangs geschätzten drei auf die jetzigen 4,2 Millionen Euro für die neue Wache in Ost spiegeln diese Preisentwicklung wider.

Diese Kostenexplosion wollten die Stadträte Eva Oehmichen und Heinz-Jürgen Thiessen (beide Börgerforum/Grüne) nicht mittragen, weshalb sie sich ihrer Stimme enthielten. Sie vermuten, dass die jetzt veranschlagten Mittel nicht ausreichen werden. 18 Monate würden zwischen der Kostenschätzung aus der Machbarkeitsstudie und der jetzigen im Rahmen der Leistungsphase zwei liegen. Und da die Preise im Baugewerbe weitersteigen, „werden wir die Errichtung der Feuerwache in zwei Jahren zu den jetzt ermittelten Kosten nicht hinbekommen“, mutmaßt Thiessen.

Am Anfang einer Debatte über ein Investitionsprojekt gebe es „einen politischen Einstiegspreis“, meinte SPD-Stadtratsfraktionschef Thomas Gey und sagte in Richtung Rathausspitze: „Wir sollten künftig schon zu Beginn mit realistischen Preisen in die Diskussion eintreten.“

Linke-Stadtrat Christian Fischer mahnte dagegen mehr Eile an: „Je länger wir diskutieren und nicht mit Bauen anfangen, umso teurer wird es.“ Über vier Jahre würden in Radebeul vom Gedanken zu bauen bis zur Einweihung nicht nur bei diesem Vorhaben verstreichen. „Wir müssen schneller handeln und arbeiten“, regte Fischer an.

Die neue Feuerwache in Ost ist als „Lichthaus“ geplant. Viele Glasflächen sollen den länglichen Bau prägen. Mit Blick auf den städtischen Etat ist das Projekt eine ordentliche Hausnummer. Denn die Förderung, die noch beantragt werden muss, liegt nur bei 24,2 Prozent.

Von Silvio Kuhnert

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