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Umland Ortsplanung: Kinder entwickeln eigene Ideen
Region Umland Ortsplanung: Kinder entwickeln eigene Ideen
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14:26 18.11.2018
Vor allem mehr Bewegungs- und Kulturangebote wünschen sich die Grundschüler (Symbolbild). Quelle: dpa
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Moritzburg

Kino, Trampolinhalle, Bolzplatz, Theaterclub oder Kartrennbahn – das sind Wünsche von Kindern aus Moritzburg für ihre Gemeinde. Im Rathaus wird derzeit eine Ortsentwicklungskonzeption erarbeitet. Bislang haben jedoch nur Erwachsene zusammengesessen, um Ideen zu entwickeln, wie die Kommune in 20 bis 25 Jahren aussehen soll. „Wir müssen auch die Kinder fragen“, dachte sich Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) und holte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) ins Boot, die das Projekt „Demokratie in Kinderhand“ anbietet. In Workshops setzt sich die DKJS jetzt mit Moritzburger Kindern mit der Zukunft ihres Heimatortes auseinander.

Am Freitag sammelten die Mädchen und Jungen des Hortes „Kleiner Moritz“ Ideen für die Dorfentwicklung, vor 14 Tagen fand bereits ein Treffen im Ortsteil Reichenbach statt. Wie verantwortungsvoll die Sechs- bis Zehnjährigen schon denken, zeigen ihre Ideen im Bereich Verkehrssicherheit: Mehr Ampeln und Zebrastreifen, neue Radwege und ein Blitzer mit Sofortbezahlautomat stehen auf der Wunschliste. Auch wenn nicht alle Ideen umgesetzt werden können, Hänisch möchte ihre Vorschläge in den Gemeinderat tragen.

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Die Ideenschmiede am Freitag wurde von Sachsens Gleichstellungs- und Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) besucht. Das Projekt zeige, „wie wichtig es ist, auch die Kleinsten in die Gestaltung ihres Lebensraumes mit einzubeziehen. So können Kinder sich ausprobieren und Demokratie erlernen“, so Köpping.

Von S.K.