Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Keine Neubauten am Tor zum Lößnitzgrund in Radebeul erwünscht
Region Umland Keine Neubauten am Tor zum Lößnitzgrund in Radebeul erwünscht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
19:14 26.02.2020
Das Bauverbot betrifft die Grundstücke mit dem hohen Grünanteil vom Weinberg aus gesehen rechts von den Gleisen des Lößnitzdackels. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Das seit rund zwei Jahren geltende Bauverbot im Eingangsbereich des Lößnitzgrunds soll der Radebeuler Stadtrat am Mittwochabend verlängern. Der Grund: Wegen personeller Unterbesetzung des Stadtplanungsamtes unter anderem durch Krankheit schafft es die Verwaltung nicht, vor Ablauf der sogenannten Veränderungssperre Ende März dieses Jahres das Bebauungsplanverfahren abzuschließen. Daher bittet sie den Stadtrat um mehr Zeit und eine Verlängerung der Untersagung jeglicher baulicher Veränderungen in dem Gebiet um ein weiteres Jahr.

Freiflächen für Hochwasserschutz benötigt

Das betroffene Areal ist rund 4,5 Hektar groß. Es erstreckt sich ab dem Gasthof sowie dem Haltepunkt „Weißes Roß“ des Lößnitzdackel bis zum Straßenzug An der Jägermühle. Paradiesstraße im Westen und Mühlweg im Osten bilden die seitlichen Grenzen. Durch dieses Gelände dampft die Schmalspurbahn und plätschert der Lößnitzbach.

Als für das Areal zwei Bauanträge für Einfamilienhäuser vorlagen, beschloss der Stadtrat im März 2018, einen Bebauungsplan mit dem Ziel der Verhinderung von Neubauten aufzustellen. Vor allem die als Garten genutzten Grünflächen im Zentrum des Gebietes sollen erhalten bleiben. Denn die Stadt möchte für den Lößnitzbach ein Hochwasserschutzkonzept erstellen, was unter anderem eine Renaturierung des Bachlaufs vorsieht. Bauprojekte auf den vorhandenen Freiflächen sollen künftige Flutschutzvorhaben nicht be- beziehungsweise verhindern.

Nach der im vorigen Sommer erfolgten öffentlichen Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs trafen zahlreiche Stellungnahmen im Rathaus ein, beispielsweise zu möglichen privaten Baufeldern. Diese bedürfen einer sehr sorgfältigen Prüfung und begründeten Abwägung, wie die Verwaltung in der Beschlussvorlage zur Verlängerung der Veränderungssperre informiert. Daran wird derzeit gearbeitet.

Keine Bestandsgarantie für einige Häuser

Der künftige Bebauungsplan beschränkt eine Wohnbebauung entlang der Paradiesstraße im Wesentlichen auf die Grundrisse der dort bereits vorhandenen Gebäude. Am Mühlweg umfasst der künftig erlaubte Baubereich nur die Lößnitztalschänke sowie die beiden Grundstücke daneben. Für die Gebäude dazwischen sowie bis zur Nizzastraße, die das Areal als Weg durchquert, gibt es keine Bestandsgarantie. Für ein in dem Areal zentralgelegenes Haus direkt am Lößnitzbach ist sogar der Abriss vorgesehen. Die Grünflächen am Haltepunkt „Weißes Roß“, wo zum Karl-May-Fest Westernvereine ihre Zelte aufschlagen, werden als Retentionsfläche und Freiraum ausgewiesen.

Als der Stadtrat vor zwei Jahren zum ersten Mal ein Bauverbot in Form einer Veränderungssperre über das Gebiet verhängt hatte, waren 17 Räte dafür und zehn dagegen. Es gab vier Enthaltungen.

Rückblick: Radebeuler Stadtrat verhängt Bauverbot am Eingangstor zum Lößnitzgrund

Von Silvio Kuhnert

Im Verkehrssektor erscheinen bundesweit kaum für möglich gehaltene Entwicklungen plötzlich realistisch. Davon könnte auch die Hohwald-Bahn profitieren.

26.02.2020

Der Schlösserverbund blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück – auch wenn in der Bilanz erstmals seit Langem keine „schwarze“ Null steht. Die Wetterkapriolen machen allerdings vor allem den Gärten zu schaffen.

26.02.2020

Grzegorz Stosz inszeniert mit „Mothers“ am Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau erstmals ein eigenes Werk. Es ist eine eigenwillige Performance, die ihre gefeierte Uraufführung erlebte

26.02.2020