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Umland Kein Umzug fürs Radeberger Tierheim in Sicht
Region Umland Kein Umzug fürs Radeberger Tierheim in Sicht
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13:52 01.10.2019
In dem als Tierheim genutzten früheren Wohnhaus in Radeberg-Lotzdorf gibt es nicht nur Kapazitätsprobleme. Quelle: Bernd Lichtenberger
Radeberg

Das Tierheim am Lotzdorfer Klärwerk platzt zwar aus allen Nähten, bekommt aber vorerst kein neues Domizil. Die Hoffnung, auf das frühere Betriebsgelände des Stadtwirtschaftshofes am Dammweg umziehen zu können, hat sich zerschlagen. Der Stadtrat be­schloss auf seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich, die Stadt solle das Gelände lieber an zwei Firmen verkaufen.

Die eine davon, die Holzbau-Firma Spiller & Kollert, ist im dortigen Verwaltungsgebäude be­reits eingemietet, die andere, das Entsorgungsunternehmen Neru, hat ihren Sitz in unmittelbarer Nachbarschaft und möchte sich vergrößern, wobei sie auch in Kauf nimmt, dass ein Teil der insgesamt 8400 Quadratmeter großen Fläche durch Altlasten belastet ist.

Tierheim-Problem nicht erledigt

Der Stadtrat folgte mit seinem Beschluss der Empfehlung des Technischen Ausschusses. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen. „Würden wir dem Tierschutzverein, der das Tierheim betreibt, den alten Stadtwirtschaftshof schenken, müssten wir dafür noch 22 000 Euro Steuern zahlen“, hatte Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) erläutert. Dagegen bringt der Flächenverkauf der Stadt einen bescheidenen Gewinn.

Mit der Stadtratsentscheidung ist jedoch das Tierheim-Problem nicht erledigt. Zumal es ein Problem ist, das nicht nur den Tierschutzverein, sondern auch die Stadt beschäftigen muss. Darauf wies Lemm ausdrücklich hin. Der Tierschutzverein Radeberg kümmert sich um die Versorgung von Fundtieren, was eigentlich eine kommunale Aufgabe ist. Deshalb bekommt er dafür von der Stadt auch eine finanzielle Unterstützung.

45 Katzen, darunter mehrere Jungtiere, werden betreut

Seit Jahren nutzt der Verein ein ehemaliges Wohnhaus an der Straße „An den Dreihäusern“. Das aber gehört dem Abwasserzweckverband, ist längst zu klein und darüber hinaus auch noch sanierungsbedürftig. Zudem läuft die Betriebserlaubnis aus. Dazu müsse schon in naher Zukunft mit dem Veterinäramt verhandelt werden. Doch gehe es nicht nur um tierschutzrechtliche Auflagen, sondern auch um arbeitsrechtliche Bedingungen, bei denen die Marschrichtung geklärt werden muss, ergänzt Vereinsvorsitzender Matthias Kuri gegenüber den DNN.

Für eine Erweiterung am gegenwärtigen Standort sieht er keine Chance und spricht deshalb zwingend von ei­nem Neubau. Zur Zeit werden im Radeberger Tierheim 45 Katzen, darunter mehrere Jungtiere, betreut.

Von Bernd Lichtenberg

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